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Sterbebegleitung: Gesa Dröge - Jenseitskontakte: Dr. Ernst Senkowski

NAHTODERLEBNISSE - NTE

Nahtoderlebnisse - NTE

Einführung

Wohl keine Gruppe der Phänomene im Umfeld des Todes hat während der vergangenen Jahrzehnte soviel Aufmerksamkeit erfahren, wie die Nahtoderlebnisse NTE (englisch NDE Near Death Experiences). Einer der Gründe mag die zunehmende Effektivität der medizinischen Wiederbelebungsversuche (Reanimation) sein, ein anderer das wachsende Interesse an der Frage des Fortlebens seitens geistig offener Forscher. Um unseren Lesern und Leserinnen einen Eindruck in die Ergebnisse der NTE-Forschung zu vermitteln, stellen wir - ohne Anspruch auf Vollständigkeit -  die Ergebnisse einer Reihe hervorragender Forscher vor und ergänzen sie durch Berichte von Koma-Patienten und Sterbebettvisionen. Der Arbeitskreis Origenes kommentiert eine Reihe von Filmdokumentationen zu den NTE.


Ascent of the Blessed, Hieronymus Bosch, nach 1490

 
Michael Sabom

Der Kardiologe Michael Sabom veröffentlichte im Buch
'Light and Death' (Licht und Tod) die erste umfassende Studie zu den NTE, die sich, kaum beachtet vom medizinischen Personal, in Operationssälen und Hospizen im Vorfeld des Todes ereignen. In erstaunlicher Klarheit und Überzeugung wurde von etwa 60 Personen berichtet, die von der Schwelle des Todes zurückkehrten. Sabom enthüllt zum ersten Mal die Wirkungen (dieser Erlebnisse) auf die betroffenen Menschen. Er teilt unter medizinischen und persönlichen Aspekten mit  Männern und Frauen aller Lebensbereiche und religiösen  Überzeugungen ihre erregenden Berichte.... Er untersucht die klinischen Auswirkungen der NTE auf das Überleben und die Heilung und eröffnet überraschende Entdeckungen. Er stellt die üblichen Schlussfolgerungen in Frage und prüft die NTE im Licht der biblischen Aussagen über Tod und Sterben, Licht und Dunkel und das Neue Testament des Jesus Christus.' (Inhaltsangabe zum Buch, Übersetzung E.S.)

Marcel Eschbach

liefert in
'Nahtod-Erfahrung' zunächst einen kurzen Einblick in die Entwicklung der NTE-Forschung, die mit den Namen George Ritchie, Raymond Moody, Elisabeth Kübler-Ross, Kenneth Ring, und der Gründung der Internationalen Vereinigung für Nahtodforschung IANDS verbunden ist. Eschbach erwähnt das von Hubert Knoblauch (Universitäten Koblenz und Berlin), LINK INTERN hochgerechnete Ergebnis, wonach  mindestens 3,5 Millionen Deutsche eine NTE erlebt haben.
Er nennt dann acht Merkmale der NTE, die in ähnlicher Weise auch von anderen Forschern beschrieben werden. Dabei ist zu beachten, dass es sich um statistische Daten handelt, und dass im Einzelfall nicht alle Komponenten in der angeführten Reihenfolge erfahren werden.

Die acht Merkmale:

Das Gefühl, tot zu sein
Frieden und Schmerzfreiheit
Die außerkörperliche Erfahrung
Das Tunnelerlebnis
Lichtgestalten
Das Lichterlebnis
Die Lebensrückschau
Die widerwillige Rückkehr

Michael Schröter-Kunhardt

Der Autor hat in '
Das Jenseits in uns' eine nach unserer Meinung ausgezeichnete Sicht der Problematik vorgelegt. Er schreibt unter anderem:
'NTE sind meiner Ansicht nach 'deutliche indirekte Hinweise auf ein Leben nach dem Tod' und erklärt in einem Interview auf die Frage 'Sind Nah-Todeserfahrungen demnach nur ein bestimmter Zustand des Gehirns ohne Gegenstück in der 'Wirklichkeit', also eben doch Halluzinationen?':
'Wenn man aus den spärlichen Kenntnissen über die Neurophysiologie solcher Bewusstseinszustände diesen Schluss ziehen wollte, dann müsste man die ganze Welt zur Halluzination erklären. Denn für die Physik existieren weder Farben noch Formen oder feste Gegenstände. Diese gibt es nur als Interpretationen von Materieteilchen und Energiefeldern in unseren Gehirnen, so wie es Hass, Schmerzen, Liebe oder eben Nah-Todeserfahrungen 'nur' in unserem Bewusstsein gibt. Die Neurophysiologie kann diese Erfahrungen also nicht reduzierend hinwegerklären. Wir wissen gar nicht, welche dieser beiden Seiten von Wirklichkeit - auf der einen Seite das Erleben, auf der anderen die Hirnvorgänge - primär ist und die andere erklärt. Vielleicht erklärt keine der beiden Seiten die andere und beide gehören untrennbar zusammen.'

Anmerkung E. S.: Ich plädiere für die Hypothese,  dass nicht etwa der Geist oder das Bewusstsein im Gehirn sitzt oder von ihm erzeugt wird, sondern dass vielmehr das Gehirn einschließlich seiner wackeren Erforscher primär eine geistige Struktur ist.
Michael Schröter-Kunhardt spricht aber ein grundlegendes Problem an, wenn er die Realität unserer Welt hinterfragt, die als Kollektivillusion oder Massenhalluzination vorgestellt werden kann (man vergleiche hierzu das '
Sonnenwunder' in Fatima.) In 'Illusion' versteckt sich übrigens der lateinische Wortstamm ludere' (='spielen'). Ist vielleicht die  Menschenwelt ein Spiel der 'Götter'? Schröter-Kunhardt äußert außerdem:
'Diese gängige Rationalität, an die sich viele Theologen krampfhaft anzupassen versuchen, erweist sich demnach als Reduktion der Wirklichkeit.' Schröter-Kunhardt: '
NTE - Grundlage einer Sinnfindung'

Pim van Lommel: Eine neue Ära der Bewusstseinsforschung      
P.v.LThe.Lancet

Kurz vor Weihnachten 2001 veröffentlichte das renommierte britische Journal THE LANCET eine Studie zu den NTE, die eine neue Ära in der Erforschung des menschlichen Bewusstseins einläuten könnte. Die Originalveröffentlichung läuft unter:
Pim van Lommel, Ruud van Wees, Vincent Meyers, Ingrid Elfferich, Near-death experience in survivors of cardiac arrest: a prospective study in the Netherlands, in The Lancet, Vol. 358, Number 9298, 15.12.2001
P.v.L:'Was wir (nun) wissen, ist, dass die üblichen Erklärungen für Nahtodeserfahrungen nicht stimmen. Sie treten nicht aufgrund von absterbenden Hirnzellen oder einer Veränderung in der Blutzufuhr auf. Auch das Alter, das Geschlecht, der Beruf oder die Religion spielen keine Rolle.'
Pim van Lommel: Interview mit Judith Krischik für THE LANCET
Aus dem interview:
Frage: 'Wenn das Gehirn nicht der Schöpfer des Bewusstseins ist, was ist es dann?'
P.v.L: 'Ich denke, das Gehirn ist eine Art Empfänger. In dem Raum, in dem Sie jetzt sind, befinden sich elektromagnetische Wellen von tausenden von Telefonanrufen, von Mobiltelefonen und von hunderten Fernsehprogrammen. Wenn Sie nun einen bestimmten Empfänger anschalten wie etwa Ihr Mobiltelefon, können Sie eine dieser informativen Wellen empfangen. Wenn Sie den Empfänger wieder abschalten, dann nehmen Sie nicht mehr wahr, dass all diese Informationen um Sie herum sind. Aber sie sind immer noch da. Das Fernsehprogramm ist also nicht im Fernseher, sondern wird vom Fernseher nur empfangen. Das Gehirn empfängt das Bewusstsein. Wenn jedoch das Gehirn nicht mehr funktioniert, besteht die Möglichkeit, dass das Selbstbewusstsein zusammen mit dem Bewusstsein und den Erinnerungen außerhalb des Gehirns existiert.'
Dr. Pim van Lommel  - Nahtod-Forschung eines Kardiologen (You Tube)

Pim van Lommel Interview 'Gralswelt'

Im Auftrag der Gruppe Graswelt hat Michael Ort ein Interview mit Pim van Lommel durchgeführt mit dem Titel
'Bewusstsein existiert außerhalb des Körpers!', dem die folgenden Zitate entnommen haben:
Frage: von GralsWelt: 'Könnte man sagen, dass es inzwischen einen wissenschaftlichen Beweis dafür gibt, dass menschliches Bewusstsein außerhalb des Körpers existieren kann?'
P.v.L: 'Ja, ich denke, das ist das einzige, das wir beweisen können. Wir können nicht beweisen, dass es nach dem körperlichen Tod weiter existiert. Aber ich behaupte, es ist äußerst wahrscheinlich, weil wir eben bewiesen haben, dass Menschen über ein sehr klares Bewusstsein verfügen, auch wenn es keine Blutzirkulation im Gehirn mehr gibt. Wenn das Herz stillsteht, tritt sofort die Bewusstlosigkeit ein, die Blutzirkulation in Richtung Gehirn ist nach 1 bis 2 Sekunden gleich Null. Nach etwa 15 Sekunden fällt die Funktion der Gehirnrinde aus, die Körperreflexe sind weg, auch die Gehirnstammfunktion, und der Mensch hört auf zu atmen. Nach fünf bis zehn Minuten gehen die Gehirnzellen kaputt, weil sie keine Möglichkeit haben, Sauerstoff und Energie zu speichern. Deshalb muss die Reanimation Minuten nach dem Herzstillstand gelingen.'
'Wir sind mit der Tatsache konfrontiert, dass unser Verständnis vom Bewusstsein als Produkt des Gehirns neu überdacht werden muss.'
Pim van Lommel: 'Endloses Bewusstsein'


Ergänzungen

Bewusstsein ist nicht elektromagnetisch. Pim van Lommels anschauliches Beispiel des Radio- - und Fernsehempfangs sollte nicht missverstanden werden. Die physiologischen Gehirnprozesse der materiellen Ebene sind elektrochemischer Art. Bei den Bewusstseinsprozessen handelt es sich nicht um Elektromagnetik, sondern um nicht-energetische geistige informatorische Wechselwirkungen von Geist und Materie, zu deren Verständnis die Quantenphysik beitragen könnte.
Burkhard Heim bezeichnete  sie als 'Aktivitäten'.

Der Beweisbegriff

Die Diskussionen kreisen wieder und wieder um den problematischen Begriff 'Beweis', dem Ich in meinem Buch 'Instrumentelle Transkommunikation  (Abschnitt 7, Seite 46 ff,  '
Beweisbarkeit und Manipulation') einige kritische Überlegungen gewidmet habe,  wobei ich mich den Konstruktivisten näherte,  nach denen niemals etwas bewiesen wurde oder beweisbar ist, es gäbe bestenfalls Argumente für und wider.

Walter van Laack


Prof. Dr. med.
Walter van Laack, Aachen, vermittelt einen umfassenden Überblick zu den NTE und schließt ihn mit der Aussage:
'Die NTE ist eine Schnittstelle zwischen dem materiellen 'Gehirn mit seinem Körper sowie dem immateriellen Geist.'
Van Laack gehört zum 2004 gegründeten 'Netzwerk Nahtod-Erfahrung',  das sich als Partner der IANDS versteht,  und in einer Art “Netzwerkstruktur” eine Zusammenarbeit mit bereits bestehenden NTE-Arbeitsgruppen insbesondere in Deutschland, aber auch in Österreich und in der Schweiz anstrebt.
E.S. konnte auf Einladung von Prof. van Laack am 12.11.2011 an  einem Seminar in Aachen teilnehmen und über die
Instrumentell realisierte Transkommunikation berichten, die den meisten Teilnehmern unbekannt war.

Hubert Knoblauch

Die Forschungsergebnisse und Interpretationen, die der Soziologe Prof.
Hubert Knoblauch, (Deutsche Gesellschaft für Soziologie) in seinem Buch 'Berichte aus dem Jenseits. Mythos und Realität der Nahtod-Erfahrung' (1999) vermittelt, sind vorwiegend soziologisch orientiert und betonen die Unterschiede der Erlebnisinhalte stärker als ihre Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten.
Knoblauch berichtet in seinem Buch: In den ersten mehreren tausend Befragungen in Ost- und Westdeutschland konnte er die Vorstellung vom 'schönen Tod' nicht  bestätigen. Die Erlebnisse waren außerordentlich vielgestaltig und enthielten einen erheblichen Anteil von 'Höllenvisionen', außerdem waren sie abhängig von der Kultur, in der man lebt, (was überhaupt nicht verwunderlich ist!). Die Erklärung der Visionen als Folge von Sauerstoffmangel oder Kohlendioxidüberschuss und als Halluzinationen wird allerdings auch von  Knobloch abgelehnt. Körpereigne Drogen (''Glückshormone') scheinen die NTE zu beeinflussen. 'Vielleicht deuten die Erlebnisse Sterbender in wissenschaftlicher Sicht nun auf ein Leben nach dem Tod, möglicherweise werden wir es auch nie erfahren.'

Sam Parnia 


Sam Parnia
ist ein US-amerikanischer Kardiologe, der am Weill Cornell Medical College in New York City an NTE und AKE  forscht.
Sein Fokus liegt dabei auf AKE und NTE von Herzpatienten. Seit 2008 arbeitet er mit seinem Team an der
AWARE-Studie, in der 1500 Patienten, die einen Kreislaufstillstand überlebt haben, daraufhin befragt und untersucht wurden, ob sie Bilder und Gegenstände erkennen und erinnern, die sich während ihres Kreislaufstillstandes im Raum befanden. Die Ergebnisse der Studie werden Ende 2012 oder Anfang 2013 erwartet und sollen darüber Aufschluss geben, ob mentale Zustände (Geist, Bewusstsein) ohne messbare Hirnaktivität auftreten können.
Parnia ist Autor des Buches 'What Happens When We Die: A Ground-breaking Study into the Nature of Life and Death' (Was geschieht, wenn wir sterben: Eine bahnbrechende Studie zur Natur des Lebens und des Todes', das auf Grundlage seiner Forschungen vorliegt (bisher nur auf Englisch). Zum Abschluss der AWARE-Studie soll im Februar 2013 Parnias neues Buch 'Erasing death: The Science That is Rewriting the Boundaries Between Life and Death erscheinen.
Kurzbeschreibung:
'Die Wissenschaft findet eine neue Festlegung der Grenzen zwischen Leben und Tod, indem sie enthüllt, dass der Tod kein Augenblick (in) der Zeit ist. Der Tod ist stattdessen ein Vorgang - ein Vorgang, der kurz nach Beginn tatsächlich unterbrochen werden kann. Innovative Techniken haben sich als wirksam erwiesen, sowohl den Körper als auch den Geist wieder zu beleben, aber sie werden nur in etwa der Hälfte der Krankenhäuser der USA und Europas angewendet. Dr. Sam Parnia, Direktor der Awarene-Studie (Bewusstsein während der Wiederbelebung) und einer der in der Welt führenden  Experten der wissenschaftlichen Erforschung der Nahtoderfahrungen NTE, präsentiert messerscharfe Ergebnisse von der Vorderfront kritischer Pflege- und Wiederbelebungsmedizin. Gleichzeitig beleuchtet er das letzte Geheimnis: Was geschieht mit dem menschlichen Bewusstsein während des Todes und danach?  Dr. Parnia enthüllt, wie eine Form von Fortleben einzigartig für uns sein könnte, wie es sich in der Fortsetzung des menschlichen Geistes und der Psyche darstellt, nachdem das Gehirn aufgehört hat zu arbeiten.  Mit Ärzten wie Dr. Parnia an der Vorderfront stehen wir am Rande der Entdeckung einer neuen universellen Wissenschaft des Bewusstseins und einer Zukunft, in der der Tod nicht die endgültige Niederlage ist sondern tatsächlich umkehrbar. Den Stand am 12.02.2014 vermittelt ein Artikel in grenzwissenschaft aktuell:
AWARE: Klinische Studie über Nahtod- und außerkörperliche Erfahrungen vor der Fachpublikation

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