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Sterbebegleitung: Gesa Dröge - Jenseitskontakte: Dr. Ernst Senkowski

PROPHETIE UND PRÄKOGNITION

Prophetie und Präkognition

Vorwort

Es ist nicht möglich, Prophetie und Präkognition sauber zu trennen. Ein simples Kriterium könnte lauten:
'Wenn eine Voraussage  zutrifft, handelte es sich um Präkognition, wenn nicht, war es eine falsche Prophezeiung. Im persönlichen Leben können insbesondere Angst einflößende Vorhersagen und Erwartungen Fehlhandlungen auslösen, durch die sie sich realisieren. (Selbst erfüllende Prophezeiungen).
Versteht man Präkognition als übergeordneten Begriff, so sind die Prophezeiungen dazu zu zählen, die sich, oft vermischt mit religiösen und symbolischen Inhalten, vorwiegend auf gewaltige Katastrophen und Weltuntergänge beziehen und nicht nur größere  Menschengruppen in Angst und Schrecken versetzen, sondern auch einzelne sensible Menschen in den Tod treiben. Die Apokalypse des Johannes ist ein bekanntes biblisches Beispiel - die verschlüsselten Vierzeiler des Nostradamus entziehen sich bis heute einer überzeugenden Korrelation mit geschichtlichen Ereignissen.
Die Artikel 'Im Jahr 1999 kommt der König des Terrors' und die 'Chronik verpassten Weltuntergänge' vermitteln einen Eindruck von den unsinnigen Prophezeiungen, die längs der Geschichte die Gemüter erregt haben.
Der letzte Schrei sind meines Erachtens unsere modernen Zukunftsdeuter und Astrologen, die mit phantasievollen Erfindungen lebensunsichere Zahlungswillige weltweit ausbeuten

Der prophetische Franzose

Um einen teilweise erfolgreichen Propheten zu Wort kommen zu lassen, greifen wir die im von Hans Bender untersuchten 'Feldpostbriefe' (PDF) aus dem 1. Weltkrieg auf, in denen ein deutscher Soldat die unglaublich erscheinenden Voraussagen eines etwas mysteriösen Franzosen aufgeschrieben hat.
Das PDF-Dokument enthält unter Teil 1: 'Der prophetische Franzose', eine umfangreiche Zusammenfassung, der wir einige Einzelheiten entnehmen:
Der Bayerische Soldat Andreas Rill schreibt in der zweiten Augusthälfte 1914 aus dem Elsass zwei Feldpostbriefe an seine Familie in Untermühlhausen. Er berichtet darin über die prophetischen Aussagen eines französischen Zivilisten, mit dem er und ereinige Kameraden in ihrem Quartier sprachen. Pater Frumentius Renner hat diese Briefe 1953 in einem Missionarsblatt und 1955/56 in der 'Neuen Wissenschaft' veröffentlicht. Eingehüllt in endzeitliche Prophetie, enthalten sie neben unzutreffenden und widersprüchlichen Aussagen eine einzigartige zeitübergreifende Vorhersage des politischen Schicksals Deutschlands von 1914 bis 1945.
Ich halte es nicht für angemessen, die korrekten Voraussagen des Franzosen als  Zufallstreffer abtun zu wollen. Sie sind für die Zeit zwischen dem 1. Und 2. Weltkrieg einfach zu präzise. Andererseits haben sich die Angaben über einen dritten Weltkrieg (bisher jedenfalls) nicht realisiert und sind aus heutiger Sicht nicht wahrscheinlich. Man erkennt hier sehr deutlich die prinzipielle Schwierigkeit der Zukunftsschau. Korrekte Voraussagen sind mit falschen gemischt, und im Vorwege weiß niemand, was geschehen wird.

Präkognition

Der klassische Spruch 'Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.' bringt Erfahrungen zum Ausdruck, die seit jeher mit den Worten 'Vorahnung' und  'Vorschau' bezeichnet worden; in den nordischen Zonen spricht man vom 'Zweiten Gesicht' oder vom 'Spökenkieken (Spuksehen)'.  Alles dies  verwirklicht sich spontan, in Träumen oder Traumresten, als angestrebte Äußerungen (kommerziell orientierter) 'Hellseher' und Medien, wissenschaftlicher 'Prognosten', und als Inhalte der Science-Fiction. Ankündigungen können Warnungen beinhalten und die geplante Teilnahme an Unglücksreisen verhindern. Stimmen und Visionen können Unfälle verhüten. Beabsichtigte Prognosen scheinen weniger häufig zuzutreffen als spontane Fälle, obwohl es auch experimentelle Erfolge gibt.
Die Parapsychologen fassen Telepathie, Rückschau (Retrokognition)  und Vorschau (Präkognition) als ASW, außersinnliche (Fern-)Wahrnehmung, zusammen, aber die Rückführung eines Effekts auf eine einzige Ursache ist nicht immer möglich, weil die informatorischen Wechselwirkungen (Verknüpfung von Ereignissen) letztlich Projektionen aus der Nichraumzeit sein dürften. Jedenfalls stützen die erstaunlichen Ergebnisse der Experimente des Physikers Helmut Schmidt (USA) die Vorstellung einer 'Retro-Psychokinese' (Eine kurze Einführung), bei der eine mentale Absicht, die nach einem computerisierten Experiment gefasst wird, das Ergebnis des Experiments aus dessen Zukunft - also zeitlich rückwärts in der Vergangenheit der mentalen Entscheidung - zu beeinflussen scheint.

E.S.: Vier eigene Erlebnisse

Meine frühen persönlichen Erlebnisse  sind sicher nicht hoch dramatisch, ich bewerte sie ohnehin nur in soweit als präkognitiv, als sie diese Deutungsmöglichkeit zulassen. (Para-)Psychologen würden sie, unbeschadet ihrer subjektiven Überzeugungskraft, vermutlich als 'Anekdoten' in  gelehrten Diskussionen zerreden. Stattdessen erscheint es mir angemessener, wie weiland Martin Luther, 'dem Volk aufs Maul zu schauen', oder bei C. G. Jung und W. Pauli über 'Synchronizität' und bei Wilhelm von Scholz und Erich Kästner über den Zufall und seine Wurzeln nachzulesen. Augenscheinlich leben wir in einer Welt, in der sich das Unwahrscheinliche gelegentlich sinnvoll interpretierbar verwirklicht.

Das Phosgenunglück in Hamburg

Ich war 5 Jahre alt. Meine Mutter  ging eines Nachmittags mit mir im Wilhelmsburger Gelände südlich unserer Wohnung (Hamburg, Harburger Chaussee 119) spazieren.
Sie wollte dabei von unserem Nord-Süd-Weg nach Osten einschwenken. Ohne ersichtlichen Grund wehrte ich mich eigensinnig dagegen und überredete sie schließlich, eine andere Richtung zu wählen. Mit großer Wahrscheinlichkeit entgingen wir auf diese Weise einer Giftgaswolke, die sich von einem östlich gelegenen Chemiewerk in das Wilhelmsburger Gebiet ausgebreitet hatte. Der Spaziergang und die späteren Gespräche im Kreis der Verwandten und Bekannten blieben mir in Erinnerung.  Bewahrte uns damals ein Schutzengel?
Die Arbeit  'Der Stoltzenberg-Skandal 1928' - aus der Gyula Trebitsch Schule Tonndorf ist vermutlich die vollständigste Darstellung des Phosgen-Unglücks.
Ein hier verkürzter Bericht findet steht in 'Chemische Fabrik Stoltzenberg' im Abschnitt  'Der erste Stoltzenberg-Skandal – Das Hamburger Phosgenunglück von 1928'.
'Am 20. Mai 1928 ab 16 Uhr trat im Hamburger Hafen auf dem Gelände der CBS (Chemische Fabrik Stoltzenberg) nahe der Müggenburger Shleuse aus einem Kesselwagen Phosgen. (ein Kampfgas aus dem Ersten Weltkrieg) aus. Das Ventil des entsprechenden Kesselwagens war aus ungeklärten Gründen abgesprungen, und das enthaltene Phosgen siedete bei Außentemperaturen von 20°C ab. Der Kessel enthielt circa 10 400 Liter Phosgen. Eine Wolke des Giftgases zog in Richtung Wilhelmsburg. und in die Wohngebiete. Mindestens zehn Menschen wurden getötet und über 300 erkrankten. Die geschädigten Menschen und die Angehörigen der Verstorbenen kämpften 6 Jahre vergeblich gerichtlich um Entschädigung durch die Stadt Hamburg. Die Nationalsozialisten schlugen den  Prozeß nieder. Die Reichswehr, die politisch Verantwortlichen und schließlich die CFS und Stoltzenberg selbst blieben unbehelligt.'

Martha G.: Ein telepathisch-präkognitiver Traum

Als Soldat hatte ich mich im mitteldeutschen Heimatort H. meiner Mutter mit der Schulkameradin Martha G.  meiner Cousinen angefreundet. Im Herbst 1944 bekam ich ünerraschend Urlaub und wartete in Eschwege-West eine Nacht lang auf einen Anschlusszug. Ich überlegte, ob ich versuchen sollte, Martha an ihrem Arbeitsort oder in H. zu treffen und entschied mich für die zweite Möglichkeit.
Am Wochenende saß ich dort im Kreis der Familie, und als wir unsere Freundin die Dorfstrasse herunter kommen sahen, freuten wir uns diebisch auf die bevorstehende Überraschung. Sie öffnete die Tür und begrüßte mich mit den Worten: 'Ich habe gewusst, dass du kommst'. Dann erzählte sie, sie sei in jener Nacht, (in der ich in Eschwege gewartet hatte), aufgewacht, weil sie meinen Namen dreimal laut gehört hatte, und sofort überzeugt gewesen war, ich würde auf Urlaub kommen.
Marthas Erlebnis lässt sich als telepathisch beschreiben, es besitzt  aber aus ihrer Sicht eine präkognitive Komponnte.

Robert S.: Kriegsversehrung

Mein Cousin Robert S. besuchte uns gegen Ende des Krieges während  seines Heimaturlaubs in Hamnurg. Beim Abschied wünschte ihm meine Mutter eine gesunde Heimkehr. Er antwortete spontan. 'Ich komme wieder, Tantchen, wenn auch mit einem Bein.' Von der Bodentruppe zu den Fallschirmspringern versetzt, verlor er bei einem Einsatz ein Bein und kam einbeinig wieder.

Herzchen und Höschen

Mein Freund Rainer Holbe meint,  die Welt bestünde nicht aus Tatschen sondern aus schönen
Geschichten. Die hier erzählte kann zum unbeschwerten Nachempfinden anregen. Da ich nicht an 'Zufälle' glaube, liegen mir andere Aspekte näher, es sei denn, die Zu-Fälle fielen einem (woher?) in den Schoß wie die
Sterntaler den armen Mädchen im Grimmschen  Märchen.
Ende der 70er Jahre, bald nach Beginn meiner Tonbandstimmen-Versuche, fertigten wir mit unseren Kindern Emailarbeiten an, wozu kleine Schablonen mit verschiedenen Motiven benutzt wurden. Eines Abends saß meine Frau neben mir an der Nähmaschine, auf meinem Schreibtisch lag allerlei Kleinkram neben  dem Tonbandgerät. Ich bekam unversehens eine Papierschablone mit einem ausgeschnittenen Herzchen in die Hand und fragte meine Frau: 'Brauchst Du das für das Herzchen', das wir als kleinen Anhänger emaillieren wollten. Als ich bemerkte, dass die Maschine ohne nachvollziehbaren  Grund mit offenem Mikrofon auf Aufnahme lief,, stoppte ich sie und wollte die Aufnahme löschen,  Ich drehte die Spule mit der Hand zurück,  und wir waren erstaunt, den vorwärts aufgezeichneten Satz klar und deutlich als  Jetzt ist das Höschen fort  zu vernehmen. Das klang ebenso lustig wie verwirrend und machte keinen Sinn, Also vergaßen wir es.
Einige Monate nach dem Auftreten unserer Rückwärtsstimme verbrachte ich den Rest meines Urlaubs allein in Südtirol, da meine Frau  wegen des Schulbeginns mit den Kindern bereits nach Mainz zurück gereist war. Eines schönen Tages fuhr ich mit dem Bus zum Einkaufen hinunter nach Sterzing. Unter den Lauben erblickte ich im Vorübergehen unwillkürlich eine Auslage an der Außenwand eines Geschäftes, in der neben anderer Damenunterwäsche ein weißes Höschen hing mit einem roten gestickten Herzchen und dem Satz 'Du darfst'. Ich fand das recht hübsch, verzichtete aber auf den Kauf, weil es mir als 'Älterem Herrn' etwas  unpassend erschien. Ich fuhr also unverrichteter Dinge wieder hinauf  in meinen Urlaubsort.
Nach einigem Bedenken nahm ich mir vor, beim nächsten Aufenthalt in der Stadt das lustige Höschen doch zu kaufen, auch auf die Gefahr hin, es könnte nicht gleich jemandem passen. Unter den Lauben hing die Auslage wie zuvor an der Mauer, aber sie war neu dekoriert worden. Kein Höschen, kein Herzchen. Enttäuscht betrat ich den Laden und fragte nach dem Verbleib. Niemand wusste Genaueres. Mit dem  ärgerlichen Gedanken 'Hätte ich es doch nur gleich gekauft', verließ ich das Geschäft. Einige Schritte weiter - immer noch unter den Lauben - fiel mir der Rückwärtssatz ein: 'Jetzt ist das Höschen fort!'.
Drei Argumente kennzeichnen die Merkwürdigkeit dieser Korrelation:
Die Entstehung des  grammatisch korrekten Satzes im Rücklauf meiner harmlosen Frage ist eine Besonderheit, die man mit der Vorstellung Zeitumkehr' verbinden kann. Zum zweiten sind in den beiden Sätzen die Begriffe 'Herzchen' und 'Höschen' - wenn man so will intim -  verbunden. Zum dritten zeigt sich dem offenen Auge im Rückwärtssatz ein präkognitiver Gehalt, mit dem sich in der Sprechweise jenseitiger Freunde ein Kreis schließt.

Anmerkung – Rückwärtsstimmen

In den Kreisen der Tonbandaktivisten war die Existenz von
'Rückwärtsstimmen' damals bereits bekannt. Derzeit  werden  sie von einigen Psychologen als Aussagen des Unbewussten angesehen.

Warnung vor einem Bombentreffer

Ein mir in  der Nachkriegszeit bekannt gewordener junger Hamburger LKW-Fahrer mit blonden Haar und hellblauen Augen war hellseherisch begabt. Er hatte während der Bombenangriffe einer Gruppe von Hausbewohnern empfohlen, sich während des nächsten Alarms von einer bestimmten Wand im Luftschutzkeller fernzuhalten. Die Wand mit der angelehnten, normalerweise benutzten Sitzreihe wurde durch einen äußeren Bombentreffer zum Einsturz nach innen gebracht,  und die Menschen, die seinen Rat befolgt hatten, blieben unverletzt.
Der Hellseher beschrieb mir damals die Art seiner Wahrnehmung: 'Ich 'sehe' die Bomber von einem britischen  Flugplatz starten und weiß im gleichen Moment, was hier geschehen wird.'

Das  Traumjournal der Christine Mylius

Eine Serie hervorragend abgesicherter Präkognitionen ist der Schauspielerin Christine Mylius in enger Zusammenarbeit mit dem Freiburger 'Institut für Grenzgebiete der Wissenschaft' unter Prof. Bender zu verdanken. Ein Teil des Materials erschien  1976 im Buch 'Traumjournal - Experiment mit der Zukunft'.
Frau Mylius träumte ab August 1954, mehrfach detaillierte Szenen des Films 'Nacht fiel über Gotenhafen', in dem sie fünf Jahre später mitwirkte. Der Film, dessen Drehbuch 1954 noch nicht existierte, beschreibt die Flucht der Bewohner Ostpreußens über Land und den Untergang der mit Flüchtlingen überladenen 'Wilhelm Gustloff' in der Ostsee mit etwa 10.000 Toten.
Inhaltsangabe: 'Dieses Traumjournal der Schauspielerin Christine Mylius bezeichnet der Parapsychologe Professor Hans Bender in seinem Vorwort als ein erregendes Experiment mit der Zukunft.
Seit ihrer Mädchenzeit hat Christine Mylius ihre Träume minutiös aufgezeichnet und dabei im Laufe der Jahre feststellen können, dass sich viele zunächst unverständlich erscheinende Traumbilder und -ereignisse später erfüllten. Zwanzig Jahre lang wurden ihre Traumaufzeichnungen – insgesamt 2400 – in Hans Benders Institut ... archiviert und an Hand sorgfältiger Tagebuchnotizen, dokumentarischer Belege und mit Hilfe von Zeugenaussagen auf tatsächliche Übereinstimmungen zwischen Traum und zukünftigen Ereignissen kontrolliert. Das Ergebnis war nahezu verblüffend. Viele Träume der Christine Mylius erwiesen sich tatsächlich als Hellsehen in die Zukunft. Daher werden sich ihre prophetischen Wahrträume als wichtiger Beitrag zum Beweis der Existenz der Präkognition (Vorauswissen, Prophetie) zweifellos einen zentralen Platz in der parapsychologischen Literatur erobern.
Unter diesem Aspekt wird das Traumjournal alle an Psychoanalyse, vor allem Traumdeutungen, an Parapsychologie und Psi-Phänomenen interessierten Leser ansprechen. Darüber hinaus ist es aber auch ein lebendig und spontan erzähltes Lesebuch, in dem aus Wirklichkeiten Träume und aus Träumen Wirklichkeiten werden, und das auf natürliche und übernatürliche Weise ein bewegtes Leben enthüllt. Familie und Beruf sind die bevorzugten Bereiche der geheimen Antennen für das Zukünftige. Unfälle, Krankheit und Tod werfen in den Träumen der Mutter und Schauspielerin ihre Schatten voraus. Aber auch kollektives Geschehen, Katastrophen und politische Ereignisse werden in den Träumen dieser sensiblen Frau vorausgenommen. International bekannt geworden ist eine Serie von zwölf Träumen, der so genannte 'Fall Gotenhafen'. Die Schauspielerin Christine Mylius hatte Szenen von Dreharbeiten zu dem Film 'Nacht fiel über Gotenhafen' um Jahre vorausgeträumt: Landschaftsszenen, Filmkulissen und Erlebnisse mit einem ihr zur Traumzeit noch völlig unbekannten Team. Diese Traumszene fand in einem Dokumentarfilm ihren ersten Weg in eine breite Öffentlichkeit'.

Eine Abraumhalde begräbt 144 Menschen

Der folgende Fall erscheint als kollektive Wahrnehmung eines bevorstehenden Unglücks.
Im Bergarbeiterdorf Aberfan (Wales) fanden 1966 durch eine 250 m hohe abrutschende Halde 128 Kinder und 16 Erwachsene den Tod. Der englische Psychologe J. C. Barker suchte daraufhin durch einen Aufruf in der Presse nach Personen, die Ahnungen oder Wahrträume im Hinblick auf das Unglück gehabt hatten. Von 76 Zuschriften aus allen Gebieten Englands wurden 60 gründlich recherchiert, und in 24 Fällen konnte durch Zeugen dokumentiert werden, dass die Erlebnisträger vor dem Unglückstag anderen Personen von ihrem präkognitiven Erlebnis berichtet hatten. Bei den gesicherten Fällen überwogen Frauen (5:1), das Alter der Betreffenden lag zwischen 10 und 75 Jahren. Meist handelte es sich um Träume mit schreienden Kindern, schwarzen Massen, walisischer Landschaft und ähnlichem Szenen. In einem Fall träumte eine Frau von Hunderten schwarzer Pferde, die mit Leichenwagen einen Berg hinunterfuhren: Rappe und Leichenwagen gehören zum klassischen Bildmaterial des Zweiten Gesichts. Weitere Umfragen steigerten die Zahl der Aberfan-Vorahnungen auf über 200.
Die juristischen Streitigkeiten dauerten mehrere Jahre. Die Hinterbliebenen wurden mit einem lächerlichen Schmerzensgeld abgespeist. Wie beim Phosgen-Unglück in Hamburg entgingen die Verantwortlichen der angemessenen Verurteilung.

Platzexperimente

Nach vielen Erfahrungsberichten über korrekte spontane Vorhersagen lag es nahe, begabte Hellseher unter kontrollierten Bedingungen zu testen. Der französische Parapsychologe Eugène Osty führte als erster so genannte Platzexperimente durch, bei denen der 'Prognost' detaillierte Angaben über eine Person machen sollte, die an einem bestimmten Datum in einer bestimmten Vorstellung im Theater oder Kino auf einem bestimmten Platz sitzen  würde. Das Verfahren wurde von Hans Bender und  W.H.C. Tenhaeff ('Der Blick in die Zukunft' 1976) mit dem holländischen Sensitiven Gerard Croiset aufgegriffen, der sowohl unglaublich exakte Treffer als auch Fehlschläge produzierte, manchmal, indem sich seine Vorschau auf eine Person bezog, die auf einem benachbarten Platz saß.
Croiset hatte außerdem mit seinen Fähigkeiten, in denen  on-line Hellsehen und präkognitive Angaben verwoben waren, mehrfach zum Auffinden der Leichen Ertrunkener beigetragen.

Psychische Detektive (Psychic Detectives)

Von den Platzexperimenten ist es nicht weit zu dem inzwischen mehr oder weniger sanktionierten Einsatz von Medien zur Lösung von Kriminalfällen. Dabei handelt es sich nicht immer um Präkognition oder um Kontakte mit Toten, sondern oft um hellseherische Fernwahrnehmung. Nach den von Victor Zammit wöchentlich verbreiteten
'Afterlife Report' ist die Offenheit für diese Versuche in den USA relativ groß. In der BRD wird die Zusammenarbeit in Einzelfällen inoffiziell durchgeführt. Nur selten dringt darüber etwas in die Öffentlichkeit, wie etwa anlässlich der Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer. Eine Darstellung findet sich als  'Der Fall Schleyer' in 'Die Kiminalpolizei - Psychic detectives in Deutschland?'

Elektronisch verwirklichte Präkognition

Die als innere Bilder und Stimmen oder automatisches Schreiben erfahrenen Präkognitionen sind mit dem Mangel der 'Subjektivität' behaftet und schweben bis zu ihrer eventuellen Bestätigung gewissermaßen im freien Raum.
Etwas greifbarer, wenn auch die Informationsquellen und die Einzelheiten der Realisierung sich unserem Zugriff entziehen, sind Voraussagen, die mittels elektronischer Geräte in objektiven Formen, etwa als dokumentierte 'Direkte Radio-Stimmen (engl. Direct Radio Voices DRV) oder als außergewöhnliche Stimmen in Tonbandaufzeichnungen auftreten. Wir bringen dazu zwei charakteristische Beispiele

E.S.: Direkte Radiostimme: Hier ist Berlin

Als überzeugendes präkognitives Schlüsselerlebnis erwies  sich für mich (E.S.) ein Text aus 26 Wörtern in fünf Sätzen, der in Anwesenheit meiner Frau und eines befreundeten Ehepaars Anfang Februar 1977 in Mainz über ein Radiogerät  empfangen und auf Tonband aufgezeichnet wurde. Er erschien unaufgefordert als Ergebnis eines Demonstrationsversuchs, um den unsere Freunde gebeten hatten, und schilderten ein familiäres Ereignis, das in Berlin etwa eine Stunde später stattfand.
Hier war kein Zweifel angebracht: es handelte sich nicht um  eine Kollektivhalluzination sondern um einen physikalisch-technischer Effekt, dessen Detailgenauigkeit jede normale terrestrische Radiosendung mit Sicherheit ausschloss.
Dem Laien verbleibt das Staunen, dem Physiker eine erschütternde  Konfrontation mit der Relativität der Raumzeit, dem Philosophen die Fragwürdigkeit des Kausalitätsgesetzes und dem Theologen der Hinweis auf Gottes unerforschlichen Ratschluss. Ach ja, und letztendlich dem Kritiker noch die freche Unterstellung betrügerischen Manipulation.
Ich habe die Einzelheiten in Abschnitt B-12.1 meines Buches 'Instrumentelle Transkommunikation' dargestellt. Wir beabsichtigen, sie in diese Webseite unter ITK aufzunehmen.

Argumosa: Tonbandstimmen: Siebenmal kaputt

Wir verdanken diesen Fall präkognitiver Tonbandstimmen dem spanischen Prof. Germán de Argumosa, der bei der Untersuchung der Phänomene in Belmez eine hervorragende Rolle spielte. Argumosa schreibt' am 10.10.1972 in  Raudives Buch im 'Spanischen Bericht' 'Überleben wir den Tod ':
"Manchmal - die bedeutendsten Forscher haben dies erfahren - geben die (Tonband-)Stimmen Auskunft über die Zukunft, auch wenn man sie nicht danach fragt. Unter den Präkognitionen, die ich registrieren konnte, befindet sich folgende besonders dramatische (zunächst unverständliche) Voraussage:
Am Vorabend einer der Reisen, die ich in Zusammenhang mit den  Untersuchungen in Belmez in die Schweiz und nach Deutschland unternahm, machte ich in Anwesenheit einiger Freunde einen Tonbandversuch, wobei unter anderen das Wort kaputt auftauchte, gefolgt von sechs weiteren kaputt. Wenige Tage darauf verunglückten (in Spanien) sechs Angehörige unseres Dieners tödlich bei einem Verkehrsunfall. - In einer dieser Nächte, als ich mich bereits in St. Gallen befand und im Hotelzimmer experimentierte, hörte ich deutlich Vollzogen die kaputt. Bei meiner Rückkehr nach Madrid erfuhr ich von dem schrecklichen Geschehen, das sich vor dieser Bestätigung abgespielt hatte.'

Argumosa: Der Skandal der Präkognition

Prof. Argumosa  empfand  die derart dokumentierte Präkognition als  'Skandal im Hinblick auf die Vernunft' und nahm sie (und andere Fälle) zum Anlass  tief schürfender philosophischer Überlegungen. Wir übernehmen hier einige  seiner Gedanken zum Thema 'Zeit, Ewigkeit und ICH' aus der Biographie, geschrieben von Maria Pilar Ramiro de Pano:
'Argumosa sagt, dass die Vertreter der spiritistischen Hypothese - wenn die an den Körper gebundene Geistesseele zu sparanormalen Phänomenen fähig ist, - keinen Grund haben, das Wirken der entkörperten Geistseele in Abrede zu stellen, die zudem der Erkenntnis- und Kommunikationsbegrenzung entbehren würde, welche der Körper auferlegt. Doch (wie) kann eine entkörperte Geistseele Kenntnis von der Zukunft haben, das heiißt. Kenntnis ohne Vorkenntnis vom Nichts? .... '
Wenn Argumosa schreibt, dass es auf die logischen Prinzipien außerhalb von Raum und Zeit keinen Anspruch gibt, so bezieht er sich dabei auf eine unendliche, absolute Realität.
Er versteht die Zeit als Wahrnehmung und Messung von Veränderungen eines 'ICHs'. das in seinem tiefsten Seinsgrund außerhalb dieser Veränderungen steht, ohne aufzuhören, in ihnen zu sein - ein 'ICH', das sich mit den Veränderungen nicht vermischt beziehungsweise nicht in ihnen aufgeht, denn wenn dem so wäre, könnte es diese nicht wahrnehmen....
'Auch die desinkarnierten Geister erfahren -  wenngleich auf einer anderen Ebene - Vergänglichkeit, weil sie weiterhin verschiedene veränderliche Zustände ihres 'ICHs' erleben. Die Zustände und Veränderungen vom Körper getrennter Wesen unterscheiden sich von den irdischen, doch wissen wir von diesem ICH bereits in dieser Welt...'.
'Nur in der Zeit lässt das Sein empfinden, was es in seiner Wurzel  ist - unzeitlich. Nur aus einer Gegenwart, die andauert, ohne zu fließen, kann sich der Mensch in die Zukunft projizieren, denn es ist nicht die Zukunft, die zu ihm kommt, sondern er ist es, der die Zukunft als mögliche Verwirklichung der Potentialität seiner Gegenwart konstituiert.'
Dieter Schlesak überschrieb eines seiner Bücher mit dem gleichsinnigen Titel 'Stehendes Ich in laufender Zeit'. Reclam, Leipzig 1994.

E.S. hat - unabhängig von Argumosa -  den wesentlichen Inhalt dieser Überlegungen in Kurzform dargestellt:

'Die Gliederung unserer Erlebnisse
In vergangene, gegenwärtige und zukünftige
ist ein Hinweis auf die Zeitlosigkeit unseres Geistes.'
 

Nachgedanken oder Akausalität im Dreierpack

Im Gefolge von Argumosas 'Skandal der Präkognition', zeigte sich ein umfassenderes Gedankenfeld.
Nachdem der 'Bericht aus Spanien' in Raudives Buch 'Überleben wir den Tod?' vorlag, suchte ich dort  nach weiteren Hinweisen zum Thema Akausalität. Es stellte sich heraus, dass zwischen K. Raudive und C. G. Jung eine Verbindung bestand, die in längeren Zitaten zum Ausdruck kommt. Man liest unter anderem in Jung, der jenseitige Psychologe:
'Jung war durch seine Forschungen zur Erkenntnis gelangt, dass hinter der Welt der Psyche mit ihren kausalen Manifestationen in Zeit und Raum eine andere unerkennbare Wirklichkeit liegen müsse, in welcher Zeit und Raum sich relativieren und das Gesetz der Kausalität ein Ende nimmt.'
An dieser Stelle erinnerte ich mich einmal mehr der in meiner Anwesenheit am 04.12.1988 bei den Luxemburger Experimentatoren Jules und Maggy Harsch-Fischbach über ein Fernsehgerät empfangenen direkten Stimme des jenseitigen  Konstantin Raudive, mit der Erklärung:
Der Grundirrtum der bisher vorherrschenden materialistischen Wissenschaft bei ihnen besteht darin, dass sie versuchen, das Gesetz von Ursache und Wirkung, das in einem beschränkten Bereich ihres Daseins richtig ist, auf alle Erscheinungen zu übertragen, auch auf solche, wo es keine Gültigkeit hat. Buch Senkowski 'ITK', Abschnitt F 38,11.2
Die im Kern gleichlautenden Aussagen von Argumosa und Jung lassen sich  mit der Durchgabe des 'toten' Raudive als zutreffendes Charakteristikum eines vollständigeren Weltbildes zusammenfassen. Die mit der Präkognition aufgeworfenen Probleme  erscheinen dann, wenn auch nicht vollständig gelöst, so doch in etwas hellerem Licht, in dem wir ganz schlicht und einfach akzeptieren können, dass (nach Jung) 'die Psyche zeitweilig jenseits des raumzeitlichen Kausalgesetzes funktioniert'.

Johann Wolfgang von Goethe begegnet sich selbst

Wir beschließen unsere Ausführungen des Teiles 2 des Themas 'Spuk' mit Goethes Bericht über die präkognitive Vision seiner selbst, die er im August 1777 erlebt und in  'Dichtung und Wahrheit' der Nachwelt hinterlassen hat:
'In solchem Drang und Verwirrung konnte ich doch nicht unterlassen, Friederike (Brion) noch einmal zu sehn. Es waren peinliche Tage, deren Erinnerung mir nicht geblieben ist. Als ich ihr die Hand noch vom Pferd reichte, standen ihr die Tränen in den Augen, und mir war sehr übel zumute. Nun ritt ich auf dem Fußpfad gegen Drusenheim, und da überfiel mich eine der sonderbarsten Ahnungen. Ich sah nämlich, nicht mit den Augen des Leibes, sondern des Geistes, mich mir selbst, denselben Weg, zu Pferde wieder entgegenkommen, und zwar in einem Kleid, wie ich es nie getragen: Es war hechtgrau mit etwas Gold. Sobald ich mich aus diesem Traum aufschüttelte, war die Gestalt ganz hinweg. Sonderbar ist es jedoch, dass ich nach acht Jahren, in dem Kleid, das mir geträumt hatte, und das ich nicht aus Wahl, sondern aus Zufall gerade trug, mich auf demselben Weg fand, um Friederike noch einmal zu besuchen. Es mag sich übrigens mit diesen Dingen wie es will verhalten, das wunderliche Trugbild gab mir in jenen Augenblicken des Scheidens einige Beruhigung. Der Schmerz, das herrliche Elsass, mit allem, was ich darin erworben, auf immer zu verlassen, war gemildert, und ich fand mich, dem Taumel des Lebewohls endlich entflohen, auf einer friedlichen und erheiternden Reise so ziemlich wieder.'
Wenn ich mich recht erinnere,  gibt es für Goethes Bemerkung, 'er habe das Kleid nicht aus Wahl getragen' eine Erklärung an anderer Stelle: Er war auf der Reise nach Sesenheim vom Regen völlig durchnässt worden und hatte  bei einem Freund Unterschlupf gefunden, der ihm die ungewöhnliche  Bekleidung zur Verfügung gestellt hatte.
Aus seinen Andeutungen lässt sich unschwer herauslesen, dass er sich in einem der Stresszustände  befand, die - wie bereits erwähnt -  PSI-Phänomene begünstigen können. Wer ähnliche Abschiede von geliebten Menschen erlebt hat, wird des 'Aufgewühltsein' nachvollziehen können, das im Umfeld  des Todes die höchste Intensität erreichen kann. Immer ist  'Abschied ein bisschen wie Sterben', wie es im Lied  der Katja Ebstein heißt.

Kommentar

Ich (E. S.) wundere mich immer wieder darüber, dass 'Wissenschaftler' die präkognitiven Erlebnisse verwerfen. Die Verleugnung ihrer Existenz und nachhalktigen Wirklichkeit lässt sich zwar als Ergebnis traditioneller Festprogrammierung erklären, sie hat aber mit einer Wissenschaft wenig zu tun, die sich auf die (möglichst) unvoreingenommene Wahrnehmung von Fakten stützen sollte, dann und gerade dann, wenn sie nicht in vorgegebene Konzepte passen.
Wir erreichen damit am (vorläufigen) Abschluss unserer Berichte und Gedanken, die wir unter dem weitgefassten Oberbegriff 'Spuk' zusammengefasst haben. Wir hoffen, dass wir  hinreichend klar machen konnten,
1. dass ungewöhnliche Erlebnisse intersubjektiv real sind,
2. dass die Bezeichnungen 'Okkultismus', 'Paraphänomene' und 'Anomalien' in die Irre führen, weil die Erlebnisse in einer erweiterten Sicht durchaus normal sind, und
3. dass Gesamtheit dieser Erfahrungen zur Forderung berechtigt, den beschränkten Materialismus in vom Bewusstsein geprägtes humaneres Weltbild zu erweitern, in dem irdische und nachtodliche Existenz als Eein inheit erkannt wird.

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