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Gesa Dröge: Prof. Dr. Ernst Senkowski (ITK) – Prof. Dr. Erlendur Haraldsson (DBVs)

FRÜHE TK-VERSUCHE

Frühe elektromagnetische ITK-Versuche – Ein Rückblick

Prof. Dr. Ernst Senkowski

Summary

Since about the middle of the last century an increasing number of inventions lead to manifold applications of electromagnetism especially in terrestrian communications. At an early date the possibility of instrumental communications with the beyond has been suggested. Later on many 'channeled' messages contained general references to the problems involved and in some instances the 'dead' supplied construction details of special devices. Reports about more or less successful experiments are buried in literature. The author reviews this development between the years 1900 and 1950.

Der zeitliche Rahmen

In der Literatur wird die Entdeckung außergewöhnlicher Stimmen auf Tonbändern zumeist dem Pionier Friedrich Jürgenson zugeschrieben, der sie 1959 bei seinen Versuchen, Vogelstimmen zu dokumentieren, zufällig beobachtet hatte, [9]. [->]

 

Danach wäre seine Entdeckung als Beginn der technisch-gestützten apparativen oder instrumentellen Transkommunikation ITK anzusehen. Jürgenson selbst schrieb, er habe bereits im Herbst 1958 einige Experimente durchgeführt, 'getrieben von einem überwältigenden Wunsch, elektronischen Kontakt mit etwas oder jemand Unbekanntem aufzunehmen', [1] [->]. In den USA waren seit 1956 beim Aufzeichnen medial ausgelöster 'direkter Stimmen' durch Bayless und von Szalay zusätzliche Stimmen auf den Tonbändern aufgetreten und als 'paranormal' identifiziert worden, [17]. [->]

 

Der italienische Padre Ernetti erklärte, zusammen mit Padre Gemelli 1952 in Mailand Stimmen eines Verstorbenen mit einem Stahldrahtmagnetofon dokumentiert und den Papst informiert zu haben, [2] [->]. George Williamson berichtete 1952, Botschaften Außerirdischer seien mittel verschiedener Radiogeräte empfangen worden, unter anderem in Telegrafie auf 350-450 kHz, [22] [->]. 1954 begann Richard (Dick) Miller auf 11 m Kurzwelle Mitteilungen von Extraterrestriern einzuspielen ]7]. Ohne Jürgensons Verdienste zu schmälern, kann man die 'offiziellen' Anfänge der ITK in die 50er Jahre verlegen.

 

Im Folgenden wird die Entwicklung während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dargestellt. Die zeitliche Einordnung kann durch einige technische Daten erleichtert werden:
 

1837 Samuel Morse          Telegraf

1861 Philipp Reis              Telefon

1877 Thomas A. Edison    Phonograph

1887 Heinrich Herz           Elektromagnetische Wellen

1895 Guglielmo Marconi   Drahtlose Telegrafie

1898 Valdemar Poulsen    Magnetische Tonaufzeichnung

1904 von Bronk                 Patentanmeldung Farbfernsehen

1906 Reginald Fessenden Drahtlose Sprachübertragung

1920 Erste Rundfunksendungen

1925 Erste Fernsehsendungen

Die medialen Voraussagen

Die Bemühungen, technische Hilfsmittel für Jenseitskontakte zu entwickeln und zu nutzen, sind eng mit Ankündigungen verknüpft, die über Medien und später über Geräte immer wieder empfangen wurden. Vermutlich der früheste derartige Hinweis findet sich bei dem österreich-ungarischen Freiherrn von Hellenbach.

 

Er sagte 1885 die Evolution elektromechanischer Apparate voraus, warnte aber gleichzeitig vor voreiligem Optimismus und erklärte, der Inhalt der ersten Kontakte könnte unter den Schwierigkeiten der Überbrückung des Abgrundes zwischen zwei Dimensionen leiden, [6] [->]. Bei Wickland [25] [->] findet sich die Vorhersage:

 

Bald wird die Zeit kommen, auf welche wir alle schon hinarbeiten, wo man auf Erden ein Instrument erfinden wird, durch welches alle, die es wünschen, die großen Meister in der geistigen Welt werden hören können. Noch nicht gleich, aber bald/rechtzeitig.

 

Meek hat eine Reihe diesbezüglicher Durchgaben zusammengestellt, [13] [->]. Unter anderem zitiert er in [14] und [15] [->] den Kommunikator William Brandon (1935):

 

Alle Medien sind Notbehelfe, die wir benutzen müssen, um durch sie mit Euren Radioingenieuren arbeiten zu können, bis wir einen Mechanismus vervollkommnen, den wir automatisch benutzen können. Dies ist möglich und wird zweifellos der nächste Schritt nach dem Fernsehen sein. ...

 

Ihr steht kurz vor zwei Extremen: Vernichtung oder Erleuchtung.

 

Wenn Ihr, um uns zu erreichen, das Geld und die Zeit benutzen würdet, die Ihr gegenwärtig zur Entwicklung militärischen Materials verwendet, würdet Ihr uns bald ein Gerät zur Verfügung stellen, um mit Euch in Verbindung zu kommen.

Die spontanen Beobachtungen

Seit der Einführung der elektromagnetischen Nachrichtentechnik wurde eine Unzahl spontaner außerordentlicher Signale beobachtet. Obwohl aus vielerlei Gründen nur ein Bruchteil weiteren Kreisen bekannt geworden ist, haben sie dennoch Untersuchungen ausgelöst, die nicht zuletzt wegen der Unvorhersagbarkeit der Phänomene und ihrer möglichen weltanschaulichen Konsequenzen bisher ausschließlich privaten Initiativen zu verdanken sind.

 

Einige Stunden vor dem verheerenden Erdbeben in San Francisco (1906) sollen verzweifelte Notsignale beobachtet worden sein. Lange telegrafische Botschaften will Geldert (vor 1918) mit dem ausgeschalteten Empfänger ihres verstorbenen Sohnes erhalten haben, der zu Lebzeiten ein begeisterter Radioamateur war, [5] [->]. Zweifel an der Echtheit gründeten auf nachweislich falschen Inhalten, darüber hinaus vertrat der damals führende Parapsychologe Hyslop die Ansicht, instrumentelle Kommunikation mit Verstorbenen sei unmöglich.

 

Bis zur Einführung der Magnettongeräte waren, nach Edisons Phonograph, Schallplatten das einzige Mittel der elektromechanischen Dokumentation von Sprache und Musik. Gelegentlich hörte man während des Abspielens zusätzliche Stimmen. Sie traten auf auch beim Schneiden auf. So vernahm die Sekretärin des berühmten Kriminalschriftstellers Edgar Wallace kurz nach dessen Tod 1932 bei der Wiedergabe einer von ihr selbst geschnittenen Platte zu ihrem Schrecken einige, in der Stimme ihres Chefs gesprochene Worte, die dauerhaft eingeprägt waren, [17] [->].

 

Man kann hier unschwer eine Vorstufe der späteren, ungleich häufigeren Stimmen auf Tonbändern erkennen. In ähnlicher Weise erschienen beim Telefonspuk neckende Stimmen und solche verstorbener Bekannter, und nach [19] [->] hat ein Dr. Schernius in Berlin derartige Manifestationen vor 1950 jahrelang in seiner Wohnung beobachtet. Rogo und Bayles recherchierten eine Fülle gut beglaubigter Fälle, [17] [->]. Die grundsätzliche Möglichkeit der Telefonkontakte ist während der letzten Jahrzehnte auch durch die Aufzeichnungen von Stimmen und Dialogen mit Anrufbeantwortern technisch erwiesen.


Die Versuche

Die frühen und viele spätere technische Experimente stehen in direktem Zusammenhang mit medial-spiritistischen Kontaktversuchen. Dabei sind zwei Richtungen der anfänglichen Bemühungen erkennbar:

 

Geräte zur Wiedergabe von Impulsen und Morsezeichen, (analog dem Klopfen der Tische, 'raps'). Letztere wurden erstmalig 1881 bei einem Medium beobachtet, dessen Hand in Anwesenheit eines kundigen Beobachters statt automatisch zu schreiben, lesbare Zeichen klopfte, [8] [->].

 

Verstärker zur Hörbarmachung der kaum wahrnehmbaren Flüsterstimmen, die häufig, (im Gegensatz zu den selteneren, lauten 'direkten Stimmen'), während spiritistischer Sitzungen auftraten und sich zunächst nur durch die Verwendung von Trichtern ('Trompeten') verbessern ließen.

1912 MATLA - VAN ZELST

Es scheint, dass die ersten experimentellen Arbeiten den holländischen Physikern Dr. Matla und Dr. van Zelst zuzuschreiben sind, die nach 25 Jahren spiritistischer Erfahrungen ihre Untersuchungen 1904 begannen und 1912 veröffentlichten, [12] [->].

 

Auf der Basis medialer Aussagen über die Existenz der Verstorbenen in einer '2. materiellen Form' begannen sie mit manometrischen Messungen von Druckänderungen, die unter sonst konstanten Bedingungen in einem Gefäß von 22 Litern Inhalt auftraten, wenn die Experimentatoren in einem Kontrollraum die Toten um Einflussnahme baten. Die Wirkungen konnten auch gezielt in einem von 2 Gefäßen hervorgerufen werden.

 

Die Ergebnisse und ihre Deutung führten zur Konstruktion des 'Dynamistographen': Ein sehr langsam rotierende Rad (2 min/Umdrehung) trug auf seinem Umfang die Buchstaben des Alphabets, eine Lücke und einen Punkt. Beim Schließen eines empfindlichen elektrischen Kontaktes wurde ein in Längsrichtung bewegter Papierstreifen gegen den jeweils darunter befindlichen Buchstaben gedrückt und dieser abgebildet, ähnlich einer Typenradschreibmaschine.

 

Die gesamte Anlage befand sich einschließlich eines elektrostatischen Generators zur Aufladung und Stromversorgung in einem Glasgehäuse von 2,4 m Höhe und 1,0 x 0,8 m2 Grundfläche. Auch in Abwesenheit der Experimentatoren druckte die Maschine, deren Funktion stark wetterabhängig war, sinnvolle Texte aus. Die Arbeiten wurden weder in angemessener Form wiederholt, noch waren sie von nachhaltigem Einfluss auf die Parapsychologie, [17] [->].


1915 WILSON

Im Jahre 1915 veröffentlichte der Anwalt, Funkamateur und Paraforscher David H. Wilson mehrere Berichte über seine Experimente, [11] [->]. Einer seiner Freunde hatte 1913 mit einer Radioanlage, auch ohne Antenne, seltsame Signale empfangen, die sich auf persönliche Belange bezogen. Wilson benutzte eine Kombination aus Batterie, Detektor und einem Galvanometer, das anfangs nur sporadische Ausschläge zeigte.

 

Nach weitgehendem Ausschluss natürlicher Ursachen wurde deutlich, dass es sich um Morsezeichen handelte. Die erste verstümmelte Botschaft lautete Great difficulty - await message, five days, six evenings (Große Schwierigkeit - erwarte Botschaft, fünf Tage, sechs Abende). Am fraglichen Abend entschlüsselten Wilson und ein unabhängiger Zeuge: Try eliminate vibrations ARTK (Versuche Vibrationen zu eliminieren ARTK).

 

Wilson fügte dann eine Morsetaste in den Stromkreis ein, die von einem (lebenden) Menschen zu betätigen war. Sinnvolle Wörter und Sätze konnten mit dieser Anordnung nur zustande kommen, wenn die vom 'Wave-Detector' empfangenen paranormalen Impulse mit den von Hand erzeugten Tastimpulsen synchronisiert waren. Das System lieferte Botschaften in vielen Sprachen.

 

Am Ende ersetzte Wilson das Galvanometer durch einen Tongenerator. In einem 'London-Paris-Experiment' wurden mit zwei identischen Apparaturen zwei teilweise identische Botschaften mit 6 min Zeitdifferenz in russischer Sprache aufgefangen. Wilson versuchte weder eine Erklärung, noch hörte man später von ihm.

 

Jedoch teilte Mark Dyne, technischer Herausgeber eines großen englischen Elektrokonzerns 1962 mit, er habe nach 12-jährigen psychophysikalischen Versuchen während mehrerer Jahre 'Verbindungen mit Toten' in Form von Morsezeichen gehabt, die mittels einer Lampe bzw. eines Summers wahrgenommen wurden. Mit dieser Anordnung aus elektrisch aufgeladener Kupfergaze und einem nachgeschalteten Verstärker wurden die Sätze Good luck - a new age has commenced (Viel Glück, ein neues Zeitalter hat begonnen) empfangen. [4] [->].


1920 MELTON

Während des ersten Weltkrieges hatte der Funker George Melton mehrfach unzusammenhängende Mitteilungen beobachtet, als deren Verursacher er Tote vermutete. 1920 entdeckte er seine Medialität.

 

Während einer spiritistischen Sitzung machte eine Transwesenheit Angaben zum Bau eines 'Geistertelefons'. Der erste Typ bestand aus einem etwa 60 cm langen, konischen Aluminiumrohr ('Trompete') mit 7,5 bzw. 20 cm Durchmesser, in dem sich ein Mikrofon befand, das über eine Stromquelle mit einem Kopfhörer verbunden war.

 

Auf diese Weise sollten unhörbare Stimmen im Umfeld des (unentbehrlichen!) Mediums bis zur Wahrnehmung verstärkt werden. Eine spätere Anordnung (Abb. 1) enthielt in einem 30 cm großen Gehäuse einen mit einer Mikrofonmembrane verbundenen, vom Medium aufgeblasenen Ballon, von dem man glaubte, er könne die Bildung oder Verstärkung der Stimmen begünstigen, [16] [->].

 

Etwa zur gleichen Zeit experimentierte der mediale F. Grierson erfolgreich mit einem nicht genauer bekannten 'psychischen Telefon', [20] [->]. (Er war als bekanntes Musikmedium unter dem Namen 'Jesse Shepard' ein Vorläufer der Rosemarie Brown.)




Abb. 1  Psychophon nach Melton

 

F  Feder

B  Ballon

E  Batterie

K  zum Kopfhörer

M  Membrantelefon


1928 JOBSON - KIRBY – ASHDOWNE

Die drei Engländer Jobson, Kirby und Ashdowne entwickelten 1928 ein TK-System. Nachdem Jobson verstorben war, setzte er seine Mitarbeit aus dem Jenseits fort und vermittelte auf medialem Wege Hinweise zur Konstruktion von zwei Anordnungen, die unter Mitbenutzung 'psychischer Energie' einige positive Ergebnisse brachten, sich aber nicht endgültig bewährten, [13] [->].


1929 VANDERMEULEN

Am 31.7.1929 verstarb Henri Vandermeulen im Alter von nur 15 Jahren. Am 16.12. des gleichen Jahres vermittelte er seinem Vater über ein Ouija-Brett die Daten für eine Signalanlage, mit der Verstorbene imstande sein sollten, ihren Kontaktwunsch akustisch mitzuteilen.

 

Die in Belgien am 1.1.31 patentierte Apparatur (Abb. 2) besteht aus zwei 15 cm hohen, dreikantigen Glasprismen mit 3 cm Breite, die in 5 cm Abstand parallel zueinander aufgestellt sind. Eines der Primen ist mit einer Harzschicht versehen und trägt einen leicht beweglichen Kontakt, der mit einer Batterie und einer Klingel einen Stromkreis bildet, sodaß die Klingel beim Schließen des Kontakts aktiviert wird.

 

Nach den vorliegenden Berichten arbeitete die Anlage an mehreren Orten längere Zeit erfolgreich, d.h. jeweils nach dem Ertönen eines Signals kamen mediale Kontakte zustande. Versuche, das Gerät in geeigneter Weise zum Empfang von Morsezeichen abzuwandeln, blieben ergebnislos, [3], [17], [23] [->].




Abb. 2  Signalapparat nach Vandermeulen

 

P  Glasprisma

H  Glasprisma mit Harz ummantelt

D  Drahtdreieck

K  zur Klingel

B  zur Batterie


1831 CONAN DOYLE

Sir Arthur Conan Doyle, der Schöpfer des Sherlock Holmes, war ein überzeugter Spiritualist. Nach seinem Tode meldete er sich in vielen Sitzungen des englischen Mediums Grace Cooke und gab unveröffentlicht gebliebene Anleitungen, die zum Bau von Apparaturen führten, die nicht funktionierten. [13] [->].


1931 THOMAS ALVA EDISON

Die Fragen des Fortlebens und der Möglichkeit telefonischer Jenseitsverbindungen beschäftigten zeit seines Lebens den großen Erfinder Thomas Alva Edison, dessen Eltern Spiritisten gewesen waren. 1921 bestätigte er einem Interviewer, dass er an einem derartigen Projekt arbeite, jedoch konnten nach seinem Tod (1931) im Nachlass keine entsprechenden Aufzeichnungen gefunden werden.

 

Aufgrund der nachtodlichen Angaben Edisons in einem medialen Kontakt gelangten Wright und Gardner 1941 in Besitz einer Skizze des Edison'schen Projektes, an Hand derer bereits 1931 eine kleine Gruppe interessierter Experimentatoren ergebnislose Kontaktversuche durchgeführt hatte.

 

Gemäß Abb. 3 befindet sich ein Mikrofon in einem würfelförmigen Gehäuse von 10 cm Kantenlänge, aus dessen oberer Fläche eine 45 cm lange Aluminiumtrompete herausragt, die am oberen Ende mit einem Holzstopfen verschlossen ist.

 

Durch die Mitte dieses Stopfens ist eine Außenantenne nach innen geführt. Sie bildet zusammen mit der Wand des Trichters und der darin enthaltenen Kaliumpermanganatlösung eine elektrolytische Stromquelle, die mit dem Mikrofon verbunden ist, [3], [26] [->].




Abb. 3  Entwurf nach 'Edison'

 

T  Al-Trichter

A  Antenne

I   Innere Elektrode

M  Mikrofon

K  Lösung aus Kalium-permanganat


1937 GUGLIELMO MARCONI

Guglielmo Marconi glaubte an ein zukünftiges besseres Verständnis der Zeit und des Universums und hoffte, mit technischen Mitteln geschichtliche Ereignisse zurückholen zu können. Bis zu seinem Tod im Jahr 1937 arbeitete er heimlich an einem Gerät zum Auffangen von Stimmen aus der Vergangenheit, [21] [->]. Ähnliche Überzeugungen und Bestrebungen werden dem Erfinder Nicola Tesla zugeschrieben, [14] [->].


1940 WIGHT – GARDNER

Die Zusammenarbeit von Wright und Gardner, sowie weitere medial empfangene Mitteilungen von Edison und Steinmetz führten zur Konstruktion und zum erfolgreichen Einsatz einer Mikrofon-Lautsprecher-Kombination.

 

Das Mikrofon befand sich in einem Gehäuse aus schallschluckendem Material, das zusätzlich mit einer Schicht aus feinem Eisenpulver in Silikonkautschuk überzogen war, 'um elektrostatische, magnetische und spezielle akustische Materialeigenschaften zu kombinieren'. (Wright hatte im Forschungslabor von General Electric den elastischen Silikonkautschuk erfinden.

 

Auch Steinmetz war dort tätig.) Das Mikrofon war (vermutlich über einen Verstärker) mit einem Lautsprecher verbunden, der im gleichen oder im Nebenraum die außergewöhnlichen Stimmen deutlich hörbar wiedergab, die im Umfeld des Mediums auftraten. Eine ähnliche Anordnung hatte zuvor B.K. Thorogood, Direktor des Franklin Technical Institute in Boston gebaut.

 

Das Mikrofon war durch mehrere Lagen schallschluckenden Materials (Gesamtvolumen 1 m3) akustisch isoliert und nahm keinerlei äußerer Geräusche auf. Dennoch konnte man die durch das Medium Margery 'erzeugten' Stimmen aus einem drei Etagen tiefer installierten Lautsprecher deutlich hören, [28] [->]


1941 WEINBERGER

Julius Weinberger, 40 Jahre lang Forschungsleiter bei der RCA, untersuchte ab 1941 die transkommunikativen Eigenschaften von Pflanzen. Die von Elektroden aufgenommenen Impulse wurden elektronisch verstärkt und aufgezeichnet. Ihre Häufigkeit erwies sich als statistisch abhängig von mentalen Prozessen des Experimentators, [24] [->].


1947 ZWAAN

Der holländische Experimentator N. Zwaan behauptete 1953 in der Zeitschrift 'Psychic News', er habe 1947 in medialen Kommunikationen (Schaltungs-)Vorschläge für eine Anordnung erhalten, die aus einer Hochspannungsbatterie, einem veränderbaren Kondensator (1 nF), und einem Quarzrohr bestand, das ein dünneres Quarzrohr umfasste, welches 3 bis 4 Lagen von je 1500 Windungen isolierten Drahtes trug.

 

Das Gerät erzeuge 'nichtelektromagnetische, positive und negative Superstrahlen', die mit gewöhnlichen Messgeräten nicht nachweisbar seien, wohl aber indirekt durch ihre Heilwirkungen auf Menschen und Tiere, sowie dadurch, dass Menschen unter ihrem Einfluss plötzlich hellsichtig geworden wären und Spukgeister verschwunden seien. Auf Veranlassung des Schriftleiters der englischen Zeitschrift 'The Two Worlds' führte Zwaan das Gerät am 17.5.1949 in Manchester einem größeren Publikum vor, [17], [18] [->].


Abschließende Bemerkungen


In Anbetracht des hier vorgelegten älteren Materials und der seit den 50er Jahren mit modernen technischen Mitteln dokumentierten Erfahrungen fragt man sich, warum die Physiker, Biologen, (Para-)Psychologen, Theologen und Spirit(ual)isten in ihrer Gesamtheit die Augen vor der instrumentellen Transkommunikation bis heute verschlossen haben. Es ist hier nicht der Ort, die Gründe dieses durchaus unwissenschaftlichen Verhaltens zu untersuchen. Der Wissenschaftstheoretiker Thomas Kuhn hat sie längst in allgemeingültiger Form dargestellt, [16]. Speziell bei der ITK wirkt erschwerend, dass eine tragfähige Theorie fehlt, aus der Hinweise für die praktische Arbeit abgeleitet werden könnten; die Experimente wegen der nach wie vor schlechten Wiederholbarkeit der Ergebnisse einen hohen zeitlichen Aufwand erfordern; die Ergebnisse von der Psyche der beteiligten Personen abhängen; und last not least, bisher niemand bereit war, die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen.

 

Als Ergebnis unbekannter psychophysikalischer Wechselwirkungen ist die apparativ-gestützte TK für jeden denkenden Menschen eine Herausforderung. Darüber hinaus sind die in den Transkontakten empfangenen Inhalte geeignet, die Vorstellungen vom persönlichen Überleben des Todes und von der Existenz anderer Bewusstseinszustände weiter zu entwickeln, obwohl eben dies die Wissenschaftler gewöhnlich abschreckt.

Prof. Dr. Ernst Senkowski


Literaturverzeichnis

[1] Ellis, David: The Mediumship of the Tape-Recorder. Pulborough W.Sussex 1978

[2] Ernetti, Alfredo P.: Kongressmanuskript Riva del Garda 18.10.1986

[3] Evans, Wainwright: Scientists Research Machine to Contact the Dead, Fate, April 1963, S. 38-42

[4] Evening Chronicle, Manchester/England, Sept. 1962

[5] Geldert, L. N.: 'Thy Son Livith'. Little Brown Co., Boston 1918

[6] Hellenbach, Lazar von: Geburt und Tod als Wechsel der Anschauungsform. Wien 1885

[7] Hesemann, Michael; UFOs - Die Kontakte, Göttingen/München 1990

[8] Holms, A. Campbell: The Facts of Psychic Science. University Books, NewYork 1969 - S. 146; N.B. Wolfe durch das Medium Hollis

[9] Jürgenson, Friedrich: Sprechfunk mit Verstorbenen. Goldmann, München 1985

[10] Kuhn, Thomas S.: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen. Suhrkamp, Frankfurt/M. 1967 (stw 25, 1976)

[11] Light, 13.3.1915

[12] Matla, J.L.P.W., Zaalberg von Zelst, G.J.: Le Mystère de la Mort. Dynamistographie. Paris 1912

[13] Meek, George W.: Spiricom Instrument was widely predicted. In: Unlimited Horizons, vol. 1, no. 2, Summer 1983

[14] Meek, George W.: After We Die, What Then? Metascience Corporation, Franklin NC 1980, S. 173. Zitat aus: Edith Ellis/William Brandon: 'Open the Door'

[15] Meek, George W., Buchinger, G., Price, L.: Early predictions made about Technical Devices to Communicate with the Worlds of Spirit. Metascience Foundation, Franklin NC, Febr. 1983

[16] Melton, F. R.: Telegraphic Communication with the next World. Light, 20.8.1921; und: A Psychic Telephone. Nottingham, E. Brown & Co. 1921

[17] Rogo, Scott; Bayless, Raymond: Phone Calls from the Dead. NEL 47628, London 1980

[18] Schwarz, Rudolf: Geisterfunk im Werden. Okkulte Welt. Kassel/Hannover, Nr. 3 /19(49?)

[19] Schwarz, Rudolf: Elektrizität und Magnetismus, Okkulte Welt, Nr. 11, 1.2.1950

[20] Spepard, Jesse: Psychophone Messages. Los Angeles 1921

[21] Smith, Frank: Stemman, Roy: Leben - Was kommt danach?, MBV, Mannheim 1979

[22] Smith, Susy: Life is forever. Dell 4773, New York 1974

[23] Vandermeulen: Signaling Device. Supplement to Bulletin du Conseil de Recherches Metapsychique de Belgique. 1.1.1931

[24] Weinberger, Julius: On Apparatus Communication with Discarnate Persons. Intern. J. of Prarapsych., Vol. 3, Nr. 1 (1961), S. 56-69

[25] Wickland:30 Jahre unter den Toten. Reichl, Darmstadt 1957. (Sitzungen vom 14.4.1920 und 13.3.1924)

[26] Wright, J. Gilbert: Two Inventors Return. J. of Borderland Res., May 1949, S. 14 ff.


ZSTK Vol. I, No. 4, 1992   

(Anm. GD: In Website eingefügt am 03.05.2022)



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