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Sterbebegleitung: Gesa Dröge - Jenseitskontakte: Dr. Ernst Senkowski

E. S. - EIN LEBEN FÜR DIE ITK

Interviews und Vorträge
Interview mit Prof. Dr. Ernst Senkowski, 01. Oktober 2012

DAR - Die Andere Realität, Ausgabe Nr.5
Herausgeber: Dieter Wiergowski





Prof. Dr. Ernst Senkowski anlässlich eines Vortrages im Jahre 2011



Einschulung, Hamburg 1929


Begriffserläuterung Instrumentelle Transkommunikation: Die Abkürzung für diesen Begriff lautet ITK, wie sie auch in folgendem Interview häufiger genannt wird. Mittels technischer Geräte werden Botschaften aus einem anderen Seinsbereich objektivierbar gemacht. Hier kommt es zu Botschaften über speziell dafür angefertigte Apparaturen, aber auch über Radioempfänger, Computer, Telefon, Faxgerät und auch Fernsehapparat (als Bilder oder Filme). Stimmen aus anderen Seinbereichen sind für jedermann hörbar. Bei größeren Apparaturen sehr deutlich, bei kleineren oft undeutlicher. Plötzlich auftretende Texte mit "jenseitigen Inhalten" auf dem Computer, auch wenn dieser gar nicht im Netz ist, sind ebenfalls Beispiele für  eine Kommunikation einer anderen Daseinsebene. Tonbandstimmen waren die ersten ITK-Kontakte, und sie wurden unter Verwendung eines Tonbandgerätes und eines Mikrofons erzielt. Später wurde dann auch das Radio mit unterschiedlichen Frequenzen für diese Forschung eingesetzt. Im Verlauf des folgenden Interviews ist auch die Abkürzung für Tonbandstimmenforschung aufgeführt, und zwar lautet die TBS. Dies zum näheren Verständnis des Tätigkeitsbereiches von Prof. Dr. Ernst Senkowski, der den Wortbegriff Instrumentelle Transkommunikation (ITK) schuf.

Dieter Wiergowski:

Zunächst einmal beglückwünschen wir Dich noch nicht zum Geburtstag, denn zur Zeit des Interviews ist es ja noch nicht ganz soweit. Am 4. November wirst Du erst 90 Jahre. Wie geht es Dir?

Prof. Dr. Ernst Senkowski:

Danke für die 'vorgezogenen Glückwünsche' und die Nachfrage, lieber Dieter. Bisher sind die mit dem Alter einhergehenden Beschwerden erträglich geblieben, so dass ich keinen Grund habe, mich zu beklagen.    --> Seitenanfang



Wie alles begann... 1938 als Kurzwellenamateur. 
Kurzwellenampfang im freien Gelände fern vom Störnebel der Großstadt.



1943: Ich verbrachte den größten Teil des Krieges in der Ukraine als Funker, Fernsprecher und Fernschreiber. Das Gerät ist eine langsam arbeitende Fernschreibmaschine. Sender und Empfänger mussten synchronisiert sein, um eine einwandfreie Übertragung zu gewährleisten.


Dieter Wiergowski:

Was hast Du für Dich selbst durch die Instrumentelle Transkommunikation gewonnen?

Prof. Dr. Ernst Senkowski:

Ich habe mir nach den 35 Jahren meiner ITK-Aktivitäten, die mit TBS-Versuchen begannen, diese Frage rückblickend gelegentlich selbst gestellt. Es ist unmöglich, hier einen vollständigen Überblick zu vermitteln. Ich möchte  mich auf einige Punkte beschränken, die mir besonders am Herzen liegen.

Die Existenz der Tonbandstimmen als Anomalie
Für den Physiker war es ein überzeugenden Erlebnis, sich an Hand der ersten außergewöhnlichen Stimmen und der Ereignisse im Umfeld von der bereits nach einigen telepathischen Erfahrungen  vermuteten  Unvollständigkeit des mechanistischen Weltbildes überzeugen zu müssen. Zwar hatten die Theorien der Relativität und der Quanten die wissenschaftliche  Axt längst an die Wurzeln des klassischen Systems gelegt, aber es besteht ein himmelweiter Unterschied zwischen den nützlichen technischen Anwendungen einer Theorie und der persönlichen Konfrontation mit 'Anomalien' wie den TBS, die auch in die jüngeren physikalischen Modelle nicht vollständig einzuordnen sind.


Psychophysikalische Wechselwirkungen
Die Parapsychologen haben seit über hundert Jahren vergeblich versucht, die Fülle der vernünftigerweise nicht zu leugnenden Wechselwirkungen zwischen Geist und Materie mit unzureichenden Mitteln in den Griff zu bekommen. Hauptgründe sind die Spontanität der Phänomene und insbesondere die mangelnde Reproduzierbarkeit, die als unerlässliche Voraussetzung für wissenschaftliche Existenzbeweise gefordert wird.

Die uns hier naheliegenden  Erlebnisse fordern dem entgegen eine radikale Umstrukturierung der 'normalen' Weltbilder, die auf der Basis vorwiegend frühkindlicher sprachlicher Programmierung als 'objektiv' gelten, obwohl sie kaum mehr sind als jeweils epochal gültige Übereinkünfte der subjektiven Erfahrungen bestimmter Menschengruppen. Man kann das bei den Konstruktivisten nachlesen, denen nicht viel entgegenzusetzen ist.  Schließlich wird - so meine ich - unsere derzeitige 'reale Welt' als eine spezielle, durch unsere Gehirntätigkeit begrenzte Bewusstseinsstruktur erscheinen, in der z. B. die mentale Beeinflussung 'materieller Objekte' und Vorgänge kein 'Wunder' ist. Nachweise dafür sind auch labormäßig erbracht worden; sie hängen aber deutlich erkennbar von veränderten (z. B. meditativen) Bewusstseinszuständen begabter Personen ab.

Die Frage des Fortlebens
Ein drittes Thema, das ich für wichtig halte, betrifft die unüberhörbaren und unübersehbaren Inhalte der ITK, deren Urheber behaupten, sie seien 'tote Menschen', die nach einem mehr oder weniger dramatischen Sterbeprozess in 'jenseitigen Welten' oder anderen 'Bewusstseinzuständen' leben. Diese Mitteilungen  bestätigen viele menschheitliche Überlieferungen ebenso wie die medialen Äußerungen und die Erlebnisse der Nahtoderfahrenen.

Dieter Wiergowski:
Welche Aussagen von Jenseitigen waren für Dich am beeindruckendsten?

Prof. Dr. Ernst Senkowski:
Hierzu könnte ich ein fettes Lexikon zusammenstellen, aber derlei Wertungen sind nicht quantifizierbar.
Entgegen meiner skeptischen Erwartung hatten sich zu Beginn meiner Versuche die ersten Stimmen auf dem Tonband als Tote Menschen präsentiert, die denken können und sprechen dürfen. Das war eindrucksvoll genug, um die Experimente fortzusetzten. Anfang Februar 1977 ereignete sich eine Episode, die ich als eines der Schüsselerlebnisse bezeichnen möchte.    --> Seitenanfang


Während des Krieges und in den Jahren danach war die private Sendetätigkeit der Kurzwellenamateure verboten. Erst mit der mühsam erkämpften Genehmigung der Besatzungsmächte wurden wieder Lizenzen erteilt, und ich erhielt das Rufzeichen DL  I  ZJ. Das Bild zeigt um 1950 meine Station in unserem Behelfsheim in Hamburg-Wilhelmsburg.Die Beschaffung geeigneter Geräte und Bauteile war außerordentlich schwierig. Vieles stammte aus Surplus und musste umgebaut werden. Anderes war Marke Eigenbau. Nach dem Umzug 1954 wurde die Station in Mainz weiter betrieben. Wegen Störungen des Fernsehempfangs meiner Reihenhausnachbarn gab ich einige Jahre später meine Lizenz zurück und stellte die Sendungen ein.

Eine präkognitive 'direkte Radiostimme'
Am 1.2.1977, 23:05-23:10 führte ich im Beisein meiner Frau und eines befreundeten Ehepaars in Mainz einen Demonsrationsversuch durch. Der Kurzwellenempfänger war auf ca. 9 MHz eingestellt. Unmittelbar mach Ansage der Daten und der Bitte um Meldung hörten wir vom Lautsprecher fünf, zunehmend lautere und verständlichere Sätze. Der letzte Satz wurde von allen Anwesenden sofort verstanden.
Hier könn' hören Geduld auf - Hier spielen Computer zurück
(oder: verrückt) - Um Punkt Null war er da - Hendricks, der raste mit dem Anhänger nach Bethesda - Hier ist Berlin.



Die beiden Oszillographen dienen zur visuellen Beobachtung von Sprachschwingungen. Der eine besitzt eine Speicherfunktion und erlaubt den Ausdruck oder das Fotografieren der Kurven. Darunter stehen Netzgeräte, Impulsgeneratoren und rechts ein elektronischer Zähler.

 

Präkognitive "direkte Stimme" am 1./2.2.1977 "Hier ist Berlin"


 

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Die Kontrolle der Aufzeichnung und ein Telefonanruf am nächsten Tag ergaben, dass die beiden vorletzten Sätze in metaphorischer Form einige Details vor der Geburt des Sohnes meiner Cousine in Berlin schilderten. Sie hatte um Mitternacht (Punkt Null) einen Blasensprung, und ihr Mann raste mit ihr in seinem PKW hinter dem verspäteten Krankenwagen (mit dem Anhänger) zum Hospital (Bethesda als Ersatzbegriff).
Allerdings zeigte sich auch, dass die Ereignisse nicht am frühen Morgen des 1.2. stattgefunden hatten, wie wir irrtümlich annahmen, sondern erst in der Frühe des 2.2., das heißt, eine Stunde nachdem wir die Sätze gehört und aufgezeichnet hatten.

Mit den hier aufscheinenden Problemen der Zeit ist eine Gruppe  weiterführender Hinweise verknüpft, die eine radikale Relativierung unseres Raumzeitgeschehens, sowie die Nicht-Anwendbarkeit der linearen Kausalität. also des Ursache-Wirkungsprinzips, auf die transrationalen Seinsbereiche und die Übergänge zu ihnen vorschlagen. Als deutlichste Aussage erscheint mir auch nach 24 Jahren die bei dem Ehepaar Harsch-Fischbach in Luxemburg  unter dem Namen Raudive in meiner und anderer Zeugen Anwesenheit als 'direkte Radiostimme' empfangene Mitteilung:

Auf Irrwege gerät nur der, der versucht, eine kausale Verbindung herzustellen, (denn) die gibt es nicht.

Der Grundirrtum der bisher vorherrschenden materialistischen Wissenschaft bei Ihnen besteht darin, dass Sie versuchen, das Gesetz  von Ursache und Wirkung, das in einem beschränkten Bereich Ihres Daseins richtig ist, auf alle Erscheinungen zu übertragen, auch auf solche, wo es keine Gültigkeit hat.


Eine Einsicht in übergeordnete Zusammenhänge war es wohl auch, die den Psychologen-Philosophen C. G. Jung und den Physiknobelpreisträger Wolfgang Pauli schon in den 60er Jahren veranlassten, den Begriff 'Synchronizität' einzuführen, um das Zusammentreffen von Ereignissen zu beschreiben, deren einzelne ursächliche Entstehung den 'inneren' Zusammenhang nicht erkennen lässt, den wir als sinnvoll empfinden.
Ich akzeptiere diese Beschreibungen als zutreffend und vermute als Hintergrund unserer 'realen Welt' ein allumfassendes außerraumzeitliches 'Informationsfeld' ähnlich Rupert Sheldrakes morphogenetischen Feldern. Der Theoretiker Burkhard Heim† war einer der wenigen Forscher, der ein ähnliches Modell vorschlug: Er beschrieb in seinem Werk 'Postmortale Zustände?' (1980) steigende und fallende Aktivitäten(ströme). 'Steigend' steht für die Transponierung unserer materiellen Erlebnisse in den geistigen 'Raum', 'fallend' meint Inspirationen, die uns aus dem Informationsfeld zugänglich und von uns in die materielle Welt hinein umgesetzt werden. Unsere Sprache verrät diesen Vorgang mit den Worten 'Einfall' und  'Konzeption'.

Heims Modell hat eine deutliche Ähnlichkeit mit dem uralten biblischen Motiv der 'Jakobsleiter'.

Wikipedia vermittelt über Google <Bibel Jakobsleiter> u.a.:
"Die Jakobsleiter oder Himmelsleiter ist ein Auf- und Abstieg zwischen Erde und Himmel, den Jakob ... in einer Traumvision erblickt. Sie stand auf der Erde und ihre Spitze reichte in den Himmel. Auf ihr sieht er Engel Gottes [Boten], die auf- und niedersteigen... das Aufsteigen ist Niedersteigen und das Niedersteigen ist Aufsteigen, denn hier [in diesem Zusammenhang] ist Bewegung etwas anderes, als wir es uns vorstellen. Dort ist Bewegung Eins, denn Bewegung ist ‚ruach‘, Wind, Geist. Geist ist dasjenige, was die Verbindung von einem zum anderen herstellt."
Goethe hat das Motiv im Faust aufgegriffen, "wo die Engel auf- und niedersteigen und sich die goldnen Eimer reichen."

Wie alle anderen liefern auch diese Ansätze keine befriedigende Antwort auf die Frage nach dem 'Warum' unseres Da-Seins. Weder der religiöse Begriff einer 'Göttlichen Schöpfung'  noch  die materialistische Hypothese eines 'Urknalls' und einer 'Evolution' können dieses Rätsel lösen. Ich habe mich entschlossen, keine Fragen nach dem 'Warum' mehr zu stellen und fühle mich sehr bescheiden angesichts der nicht nachvollziehbaren Komplexität unseres Da-Seins. Ich bin kein meditativer Typ, glaube aber an die Möglichkeit, auf diese Weise  verbal  nicht formulierbare Einsichten in das Alles-was-ist-und-Nicht-ist' zu gewinnen und sein Leben anders zu gestalten als 7 Milliarden Menschen.    --> Seitenanfang
 
 
Mit dem 1974  durch eine Fernseh-Sendung geweckten Interesse begannen 1976 meine ersten, sofort erfolgreichen Aufzeichnungen außergewöhnlicher Stimmen auf Tonbändern. Mein amerikanischer Allwellenempfänger lieferte den Radiohintergrund. Die damals üblichen Tonbandmaschinen und Kassettenrekorder dienten zur Aufzeichnung der Signale. Im Laufe der Zeit wurde die vorhandene Ausstattug der Station 'Aurora' fortlaufend erweitert: Stromversorgungsgeräte, Verstärker, Messgeräte, Tonfilter. Die obenstehenden Bilder zeigen zwei Anordnungen aus den Jahren 1978 bzw. 1985. Den Kern bildete während all der Jahre bis zur Einstellung der Versuche  der bereits erwähnte Allwellenempfänger, der im Bild 6 (in diesem Bild) in der Ecke unter dem Lautsprecher zu sehen ist.

Dieter Wiergowski:
Hast Du jetzt keine Angst mehr vor dem Tod?


Prof. Dr. Ernst Senkowski:
Lieber Dieter, ich habe den Krieg bewusst erlebt. In den gefährlichen Situationen fürchtete ich mich mehr davor, unter Schmerzen sterben zu müssen als tot zu sein. Schon damals begleitete mich die Überzeugung, es gäbe ein Fortleben. Die ITK mag diesen Glauben bestärkt haben, notwendig war sie nicht.

Dieter Wiergowski:

Hans Otto König teilte mit, dass die letzte Herbsttagung der Forschungsgemeinschaft für Instrumentelle Transkommunikation im vergangenen Jahr mangels Interesse zum ersten Mal ausfallen musste. Kannst Du Dir ein so geringes Interesse daran erklären?


Prof. Dr. Ernst Senkowski:
Ich kann nur Vermutungen aussprechen. Zum einen mag die wirtschaftliche Misere das Ihre beigetragen haben. Zum anderen nimmt im Allgemeinen das Interesse nach ersten neuen Erlebnissen ab, die anfangs eine gewisse Neugierde befriedigen und bald abklingt, wenn die Betreffenden keine Betroffenen und nicht imstande sind, die eigentlich notwendigen mentalen Veränderungen in ihr Leben zu integrieren, das sie mehr und mehr in Stresssituationen einfängt.
 
Verschiedene Computer wurden vorwiegend zur Textverarbeitung eingesetzt und standen nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit den technischen Versuchen.

Dieter Wiergowski:
Was waren "Highlights" in Deinem Leben?
 
Prof. Dr. Ernst Senkowski:
Ohne auf Details einzugehen, war es die Kommunikation mit vielen ähnlich gesinnten  Menschen, vorzugsweise in den Fällen, in denen wir synchronistisch oder - wenn man so will - durch eine geheimnisvolle 'Anziehungskraft' zusammengeführt  wurden, die ich gern als Ausprägung einer zeitlosen Strukturähnlichkeit bezeichne. Ich glaube, dass uns im Diesseits und Jenseits eine unzerstörbare  Liebe verbindet.
 
Dieter Wiergowski:
Bei der Tonbandstimmenforschung gibt es ja sicherlich zahlreiche "Fehlerquellen". Man könnte beispielsweise Dinge hinein interpretieren, die gar nicht da sind usw. Welches sind Kriterien für echte jenseitige Stimmen?
 
Prof. Dr. Ernst Senkowski:
Ich habe in meinem Buch 'Instrumentelle TransKommunikation' (das entgegen einigen Mitteilungen noch beim R. G. Fischer Verlag erhältlich ist) und dank Rolf-Dietmar Ehrhardt im Internet zugänglich ist, etwa ein Dutzend Merkmale aufgeführt, die eine Abgrenzung von unzutreffenden Deutungen erleichtern. Einige wurden schon von den Pionieren erkannt und später in englischen, italienischen und deutschen Untersuchungen unabhängig von der Muttersprache festgestellt. Im Übrigen ist die Interpretation zunächst eine subjektive Angelegenheit, die erst durch einen Konsens mehrerer Hörer oder mit  technischen Mitteln 'verobjektiviert' werden kann.
Bei außergewöhnlichen Computertexten entfällt dieses Problem, weil sie in den wenigen Fällen, die mir bekannt geworden sind, praktisch fehlerfrei auf dem Bildschirm standen oder automatisch bzw. auf Befehl ausgedruckt wurden. Etwaige Interpretationsschwierigkeiten reduzierten sich dann auf die nicht immer leicht verständlichen Inhalte.
 
Dieter Wiergowski:
Mit den größten Apparaturen wie die beispielsweise von Hans Otto König sind ja Gespräche bis 20 Minuten möglich, und zwar so laut und deutlich, dass Interpretationen praktisch nicht nötig sind. Weißt Du, dass es sich mit hundertprozentiger Sicherheit um Jenseitige handelt, die da kommunizieren?
 
Prof. Dr. Ernst Senkowski:
Natürlich weiß ich das nicht, allein schon deswegen, weil es in unserem Leben überhaupt keine 100%ige Sicherheit für irgendetwas gibt, sondern nur meist nicht-berechenbare Wahrscheinlichkeiten. Viele Transkontakte haben korrekte Daten aus dem Leben bekannter (oder dem Experimentator zuvor unbekannter), ehemals irdischer Menschen geliefert, die in der einfachsten Deutung von Verstorbenen stammen können, die sich als solche namentlich nennen. Parapsychologische 'Verrenkungen' zur 'Erklärung' dieser Phänomene auf der materialistischen, zweiwertig logischen Basis  erscheinen dagegen als Ausflüchte, um das Fortleben auszuschließen.
 
Es ist allerdings zu beachten, dass es Beispiele gibt, in denen 'nicht-menschliche' Wesen oder intelligente Strukturen auftreten, die wir überhaupt nicht einordnen können.

Dieter Wiergowski:
Inwieweit - bei großen Apparaturen - ist doch ein Trick möglich?


Prof. Dr. Ernst Senkowski:

Tricks sind grundsätzlich immer möglich, selbst offizielle, zunächst anerkannte wissenschaftliche Veröffentlichungen haben sich schon als Manipulationen erwiesen. Sogenannte unabhängige Kontrollen sind in der ITK kaum durchgeführt worden. Es ist den Kritikern allzeit möglich, die Benutzung von Tricks leichtfertig zu behaupten - aber sie sind nicht imstande, dafür  den Nachweis zu erbringen. Letztlich hängt es an der Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit des Experimentators und am Vertrauen, das man gewillt ist, ihm entgegenzubringen.   
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Illobrand von Ludwiger, Burkhard Heim , Ernst Senkowski


Dieter Wiergowski:
Glaubst Du, die Instrumentelle Transkommunikation könne einen wirklichen "Beweis" für ein Leben nach dem Tod liefern bzw. ein Indiz dafür sein?


Prof. Dr. Ernst Senkowski:

Es gibt kaum ein Wort, mit dem mehr Schindluder getrieben wird, als 'Beweis'. Ich habe mir die Ansicht der bereits erwähnten Konstruktivisten zu eigen gemacht, es sei niemals etwas bewiesen worden oder beweisbar, es gäbe nur Argumente. Allerdings nehmen Menschen mit offenen Augen, Ohren und Herzen mehr als genügend Indizien wahr, und die ITK ist nicht das schwächste Glied in dieser Kette.


Dieter Wiergowski:

Glaubst Du, dass es verschiedene Ebenen im Jenseits gibt? Wie stellst Du Dir ein Jenseits vor?


Prof. Dr. Ernst Senkowski:
Ich stelle es mir überhaupt nicht vor und zitiere gern die Meinung eines  befreundeten klugen Jesuiten† : "Ach, wissen Sie, ich bin doch sehr gespannt, wie es aussieht, wenn ich nach drüben komme." (Vermutlich weiß er es inzwischen.)
Ein zweites Schlaglicht entnehme ich einer medialem Sitzung bei Franz Schneider†, in der die Transwesenheit Claudius meinte: Ihr teilt die Allmacht in Stufen ein. Wir leiden an einem  fortwährenden  Zergliederungswahn, und bis heute steckt uns die Untertanenmentalität früherer Herrscherhierarchien in den Knochen. Ich halte diese meist von Medien geäußerten Bilder für außerordentlich fragwürdig. Insbesondere verwahre ich mich gegen die Verallgemeinerung singulärer Aussagen, die durch das Medium 'gefärbt' und geeignet sind, die Bildung von Sekten zu fördern.

Aber Deine Frage  reicht tiefer. Setzen wir eine geistige Welt voraus, die durch andere Bewusstseinszustände charakterisiert ist, so tritt ein semantisches Problem auf. Dabei geht es um die Bedeutung von Begriffen. Vermutlich sind unsere irdischen Vokabeln ungeeignet zur Beschreibung von Erlebnissen in den Transwelten. Kontaktwillige Verstorbene sind dann darauf angewiesen, 'menschliche'  Worte aus ihrer Erinnerung zu kramen, um sich näherungsweise verständlich zu machen. Wir würden einen Fehler  begehen, wenn wir ihre Schildrungen 1:1 für bare Münze nähmen.

 
George W. Meek , USA, Entwickler des Spiricom-Systems (eine große Anlage für den Empfang von so genannten Jenseitskontakten)


Dieter Wiergowski:
Ich führte ein Interview mit Prof. Dr. Ervin Laszlo, der durch die Instrumentelle Transkommunikation nunmehr auch glaubt, dass es - zumindest für eine kurze Zeit - ein persönliches Weiterleben nach dem Tod gibt. Andere Quantenphysiker glauben, dass die Seele in unpersönlicher Weise weiter existiert. Wie ist Dein Kommentar?


Prof. Dr. Ernst Senkowski:

Unsere abstrakten Begriffe Seele, Geist, Person sind nicht eindeutig definiert und wohl auch nicht definierbar. Die Schwierigkeit kann systemtheoretisch beschrieben werden - in einfacher Sprache: Es ist Münchhausen nicht gelungen, sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen. Wenn es uns schon hierorts nicht möglich ist, uns selbst mental zu 'begreifen', wie könnten wir etwas Verlässliches über das Jenseits aussagen wollen. Einfache Mitteilungen, wie etwa Wir leben, es geht uns gut, wir wollen euch das beibringen, machen Sinn. Darüber hinaus erscheinen mir die kiloschweren Jenseitsschilderungen als subjektive Illusionen. Meines Wissens haben bisher nur wenige Autoren versucht, aus den unterschiedlichsten medial produzierten Aussagen ein einigermaßen einheitliches Gesamtbild zu konstruieren.




Der Forscher Hans Otto König, Klaus Schreiber (bekam Bilder aus dem Jenseits per Experimente mit dem Fernsehapparat) und E. Senkowski bei einer Fernsehsendung von RTL.
 

Dieter Wiergowski:
Glaubst Du, dass Du Deine Frau Adelheid im Jenseits wieder sehen wirst? Hast Du in letzter Zeit von ihr weitere "Lebenszeichen" bekommen?


Prof. Dr. Ernst Senkowski:

Meine durch Karin Schnittger medial vermittelten Dialoge mit Adelheid (-> Claudius-Portal) sind zum Erliegen gekommen. Ich habe auch keine TBS-Versuche in dieser Richtung mehr gemacht.  Allerdings glaube ich, sie in seltenen Momenten der inneren Ruhe mit dem einen oder anderen Satz wahrzunehmen.

Mit gebührendem Vorbehalt bin ich der Überzeugung, sie als meine 'Freundin im Himmel' wieder zu finden. Ich mag und vermag mir aber keine Vorstellung von der Art  dieser Begegnung im Geist zu machen, weil ich sie für unbeschreibbar halte. Derweilen nehme ich an, dass sie ihrem Versprechen gemäß mich und unsere Familienmitglieder schützend und helfend begleitet.   
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E. Senkowski, Père François Brune, Frankreich und Sineso Darnell , Spanien
 

Dieter Wiergowski:

Möchtest Du noch ein Schlusswort an unsere Leser richten?


Prof. Dr. Ernst Senkowski:

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Ein Weltbildwandel ist im Gange. Wer zu spät kommt, verpasst möglicherweise den Anschluss - Angst ist fehl am Platz. Ich möchte einige Zitate zum Vor- und Nachdenken anführen:

Als erstes einen kleinen schlichten Spruch, den ich vor 70 Jahren aus der Ukraine im Rucksack mitgebracht habe:


"Das Leben ist  uns zum Lernen gegeben.

Das Leben ist uns zum Lieben gegeben.

Aber es ist wichtig zu erkennen,

was zu lernen und wer zu lieben ist."


Eine bei Burkhard Heim verwirklichte ITK greift dieses Motiv in 'gehobener' Form auf:


"Das wichtigste ist, dass das Bewusstsein in der Materie wirksam wird und einen lebendigen charaktervollen Menschen entwickelt."


Brenda Dunne, der ehemaligen Laborleiterin des Princeton Engineering Anomalies Research Laboratory, verdanke ich die Aussage:


"Alles was ist, ist im Bewusstsein.

Ohne Bewusstsein ist alles nichts."


Schließlich aus meiner Feder die ernsthafte Feststellung:


"Wenn man zu lange nach draußen schaut,
wird es drinnen dunkel.

Wenn man lange genug nach innen schaut,

wird es draußen hell."


und das kritische Wort zum Sonntag:


"Seitdem die Menschheit nur noch

ihr intelligentes Gehirn benutzt,

hat sie nicht mehr alle beisammen."


Adelheid Senkowski †, Ehefrau von Ernst


Dieter Wiergowski:

Ich bedanke mich für das Interview. Ich möchte an dieser Stelle sagen, dass Du in meinem Leben eine wesentliche Rolle gespielt hast. Durch unsere persönlichen Gespräche und Deine zahlreichen Auftritte bei unseren Kongressen hast Du mir sehr wertvolle Anregungen gegeben und somit wesentlich dazu beigetragen, wie ich mir mein Weltbild kreiert habe. Dies sehe nicht nur ich so, sondern auch zahlreiche andere Menschen. Durch Deine kompetente und liebevolle Art hast Du viele Menschen berührt. Und das kann nicht unbedingt jeder von sich sagen bzw. dies wird nicht über jeden Menschen gesagt, so dass Du etwas ganz Besonderes bist.
 
Prof. Dr. Ernst Senkowski:
Ich muss nicht unbedingt das letzte Wort haben, halte es aber für angemessen, Dir und den Mitarbeitern DAR für die Öffentlichkeitsarbeit einschließlich der ITK zu danken. Das Leben erscheint mir mehr und mehr als Kommunikationsphänomen. Das Wort beschreibt das 'Etwas-mit-einander-teilen' ebenso wie das 'Anderen-etwas-mitteilen'. Im Schoß dieser Wechselwirkungen liegt das Geheimnis der Ent-Wicklung. Wenn wir wirklich vor Zeiten schon als Schamanen wirkten, wie man aus dem Transbereich mitteilte, wäre es jetzt nur die Fortsetzung unserer zeitlosen Aufgabe in der fließenden Zeit als Splitter der Einheit.


Abschließe Bemerkungen
Außenstehende Leserinnen und Leser dürften fragen, ob der hier angedeutete apparartive und zeitliche Aufwand berechtigt gewesen sei, wenn doch ein einfaches Radiogerät und ein Rekorder ausreichen, um Stimmen aufzuzeichnen. Unabhängig von den manchmal faszinierenden Stimmeninhalten ging es mir darum, die charakteristischen Eigenschaften der außergewöhnlichen Stimmen zu erkennen. Es ging aber auch um den fortgesetzten Versuch, die Häufigkeit der Stimmen und ihre Qualität mit technischen Mitteln zu verbessern. Diese Erwartung hat sich nicht erfüllt. Inzwischen glaube ich gelernt zu haben, dass es sich um eine psychophysikalische Wechselwirkung handelt, die mit technischen Mitteln nicht in den Griff zu bekommen ist, weil die psychischen - und wie Heim sagte - die 'kosmischen Bedingungen' wesentlich sind. Einstweilen scheint also der Transsatz zu gelten 'Keine Formel für Kontakt', was allerdings nicht unbedingt so bleiben muss.

Anmerkungen der Redaktion:
Entgegen anders lautender Mitteilungen ist das Buch 'Instrumentelle TransKommunikation' von ihm noch zu bestellen bei:
R. G. Fischer Verlag, Orber Straße 30, 60386 Frankfurt/Main,
Tel.: 069-9419420 oder unter: bestellung@edition-fischer.com