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Sterbebegleitung: Gesa Dröge - Jenseitskontakte: Dr. Ernst Senkowski

CORAL POLGE - MALMEDIUM

Coral Polge - Malmedium

Zu Besuch bei Coral Polge

Heinz Hemling ('Fenster zum Jenseits')

Im Februar und Juni 1991 war ich (Heinz Hemling) bei Coral Polge (geb. 22.09.1924; gest. 29.04.2001) in London zu Besuch. Bei der 'Spiritualist Association of Great Britain' (SAGB) hatte ich mehrere private Einzelsitzungen mit ihr vereinbart. Zum Zeitpunkt meiner Begegnung mit Frau Polge wusste ich noch nicht viel über sie und ihre mediale Tätigkeit. Auch ihr Buch 'Ich male Gesichter Verstorbener' (1986) hatte ich noch nicht gelesen. Es war mir aber bekannt, dass sie die zweite Frau von Tom Johanson ist, dem ich in Freudenstadt schon häufig begegnet bin.
Nach dem inzwischen verstorbenen Frank Leah ist Coral Polge heute das bekannteste Medium mit der sehr seltenen Fähigkeit, die Gesichter und Köpfe ihr völlig fremder Verstorbener zu medial zu 'empfangen' und in kürzester Zeit lebensgetreu zu zeichnen. Die kurze Entstehungszeit der Bilder, die je nach Wunsch des Besuchers als Bleistiftzeichnungen oder farbig angefertigt werden, erklärt sich mit der Annahme, dass mediale Künstler während des Zeichnens von einem geistigen Geistführer ('guide') unterstützt werden. Einer dieser Geisthelfer ist der französische Porträtmaler Maurice de la Tour, der im 18. Jahrhundert lebte. Coral zeichnete ein Bild von ihm und konnte sich erst später an Hand eines Gemäldes von der Identität überzeugen. Die These, dass Coral ihre Bilder dem Unbewussten ihrer Klienten entnimmt oder sie auf telepathischem Wege von diesen empfängt, erscheint in diesem Zusammenhang nicht haltbar. Dies belegen übrigens zahlreiche Porträts, die sie in den zurückliegenden Jahren zeichnete, und die ihren Besuchern nicht immer bekannt waren. In vielen Fällen konnten solche Bilder erst nach längerer Zeit von Drittpersonen aus dem Bekanntenkreis oder aus der Verwandtschaft identifiziert werden.
Coral Polge wurde am 22.09.1924 in London geboren. Sie wuchs als Einzelkind auf und war zunächst eine ganz normale Schülerin, die von ihrer besonderen Befähigung nichts ahnte. Mediale Anlagen hatten sich allerdings bereits bei den Geschwistern der Eltern gezeigt. Im Alter von 14 Jahren wurde Coral in die Kunstschule von Harrow aufgenommen. Mit 23 Jahren besuchte sie eine 'spiritistische Kirche' und erlebte dort erstmals, dass ein verstorbener Onkel sich aus der geistigen Welt meldete. Wenig später erfuhr sie, dass sie eine mediale Künstlerin sei und eines Tages sehr berühmt sein werde. 1953 erlebte Coral dann einen unerwarteten Durchbruch in der Entwicklung ihrer medialen Kunst. Ganz zufällig hatte sie auf einem gebrauchten Briefumschlag herumgekritzelt und dabei das Bild eines jungen Mannes zustande gebracht. Wie sich später herausstellte, zeigte es den in Afrika verstorbenen Vater der Briefschreiberin. Ein Jahr danach gewann Coral Polge in einem Wettbewerb der 'Gesellschaft für mediale Künstler' den ersten Preis, der ihr für das beste Porträt des Jahres von Arthur Findlay überreicht wurde. Von nun an widmete sie sich ganz der Aufgabe, Bilder von Verstorbenen, deren 'Eindrücke' sie empfängt, zu zeichnen und auf diese Weise die Menschheit davon zu überzeugen, dass es eine jenseitige Welt gibt, und dass unsere Angehörigen nach ihrem sogenannten 'Tode' weiterleben.
Presse, Rundfunk und Fernsehen in aller Welt wurden jetzt auf diese geniale Künstlerin aufmerksam und luden sie zu Interviews und Demonstrationen ein. In ihrem Buch beschreibt Coral die Stationen ihrer Auftritte, von denen eine Veranstaltung in der 'Royal Albert Hall' in London sicher zu den Höhepunkten zählt. Heute ist Coral seit 40 Jahren als Malmedium tätig und hat über einhunderttausend Porträts jenseitiger Wesenheiten angefertigt.
Ich traf Coral in einem kleinen Raum der SAGB, in dem gerade ein winziger Tisch und einige Stühle Platz hatten. Während der Sitzungen war sie bei vollem Bewusstsein und somit in der Lage, sich mit mir zu unterhalten, was sie im Allgemeinen gern tut, weil sie dadurch abgelenkt wird und ihre 'Eindrücke' besser zu Papier bringen kann.
Zwei Tage vor meiner ersten Sitzung mit Coral Polge hatte ich innerlich die geistige Welt um eine Begegnung mit meiner 1964, im Alter von 24 Jahren, verstorbenen Cousine Heidi gebeten, die ich auf diesem Wege 'wiederzusehen' hoffte. Einen Tag später meldete sie sich kurz in einer 'Demonstration' mit dem Medium Philip Corder. Am darauffolgenden Tage kam Heidi dann als erste bei Coral Polge durch, nachdem sie von ihrer Großmutter, deren Gegenwart Coral anfänglich gespürt hatte, eingeführt worden war. Ich war tief bewegt, als ich das Porträt meiner Cousine entstehen sah und diese, trotz gewisser Veränderungen in ihrem Äußeren, sofort wiedererkannte.

Hier nun einige Auszüge aus dem Tonbandprotokoll, soweit es die Mitteilungen von Coral Polge betrifft:
'Ich fühle mich hier (zeigt auf ihre Taille) schlanker als sie seinerzeit war, bevor sie hinüberging.
Von welcher Seite ihrer Familie könnten diese dunklen Augen stammen? Sie hat nussbraune Augen.
Trug sie denn Hüte wie diesen? Sie liebte schöne Hüte.
Trug sie ihre Haare hinten irgendwie so zusammengerollt und einen Knoten drin? Es ist nämlich am Hinterkopf zusammengerollt, irgendwie zusammengefaltet.
Starb sie an etwas, das sie hier (zeigt auf ihre Brust- und Herzgegend) befallen hatte? Herz oder Brust? Denn ich spüre einen schrecklichen Schmerz hier herüber, wenn ich mit ihr in Kontakt bin.
Hatte sie damals begonnen, sehr an Gewicht zuzunehmen? Wurde sie schwerer, etwas prall sogar? Sie gibt mir gerade das Gefühl, dass sie, als sie in die geistige Welt hinüber ging, etwas voller war. Es hatte sie beunruhigt, dass sie zugenommen hatte.
Sie zieht den Mund etwas hoch. Sie macht gerade eine etwas schmollende Miene zu dem Ganzen.
Da ist auch eine Verbindung mit Ihrer Großmutter. Als ich vorhin begann, dachte ich zunächst, es sei Ihre Großmutter. Ich denke, es war auch Ihre Großmutter, die sie nach vorne drängte.
Eine sehr attraktive junge Frau.
Aber sie kann vielleicht manchmal etwas launisch sein. Sie kann etwas ärgerlich werden, wenn sie nicht ihren eigenen Kopf durchsetzen kann.
Sie drängt mich nun, zu ihrem Bild zurückzukommen und noch eine Kleinigkeit zu verbessern.
Pflegte sie nicht Ohrstecker zu tragen? Sie gibt mir ein paar Ohrstecker, winzig kleine Stücke.
Es ist beinahe so, als wenn ich sie wäre, als wenn ich in ihre Haut schlüpfen würde. Man nimmt dann einen Teil der Persönlichkeit, die man gerade zeichnet, in sich auf. Ich sehe die Geistwesen nicht und höre sie auch nicht. Ich spüre lediglich, dass ich die Persönlichkeit bin, die ich zeichne! Ich weiß, es klingt etwas seltsam, aber es funktioniert.'
Nachdem Coral Polge das Farbporträt fertiggestellt hatte, stand für mich zweifelsfrei fest, dass ich nun wirklich ein Bild meiner verstorbenen Cousine in Händen hielt! Es waren nicht nur die typischen Merkmale ihres Gesichts, die ich – trotz gewisser Unterschiede zu den noch vorhandenen Fotos – erkannte. Es war auch so etwas wie ein 'direktes Wissen' bei mir vorhanden, als Coral mit der Zeichnung begann. Ich wusste, trotz ihrer anfänglichen Unsicherheit darüber, wer nun durchkäme, dass ich die Schwingung meiner 'anwesenden' Cousine ebenfalls aufgenommen hatte.
Vier Wochen nach meinem Londonaufenthalt besuchte ich zusammen mit meiner Frau Heidis Bruder. Er konnte uns den Gesamteindruck, den Coral von meiner Cousine erhalten hatte, bestätigen. Er teilte uns außerdem Einzelheiten über seine Schwester mit, die mir selbst nicht bekannt gewesen waren; immerhin hatte ich Heidi in den letzten Jahren vor ihrem Tode nicht mehr gesehen. So konnten im Einzelnen folgende Angaben von Coral Polge im Nachhinein bestätigt werden:
Meine Cousine hatte eine spezielle Vorliebe für (blaue) Hüte. Es existiert noch ein Foto, auf dem sie einen kleinen blauen Hut trägt. Ihre langen vollen Haare waren nach hinten gefaltet und wurden am Hinterkopf auf eine besondere Art zusammengehalten. Außerdem hatte Heidi nussbraune Augen, und sie hatte vor ihrem Tode erheblich an Gewicht zugenommen, wie uns ihr Bruder nachträglich versicherte. Der kleine Ohrstecker, von dem Coral in der Sitzung gesprochen hatte, ist auf einem ihrer Fotos zu erkennen. Und schließlich der Schmerz, den Coral in ihrer Brustgegend spürte; meine Cousine wurde wegen eines Herzklappenfehlers operiert und starb dennoch ein bis zwei Jahre später an dieser Fehlfunktion des Herzens. Selbst kleine Details in dem von Coral Polge ausgeführten Porträt wie etwa die an der Nasenwurzel verstärkt beginnende rechte Augenbraue, der etwas hochgezogene rechte Mundwinkel oder die geringe Auswölbung der linken Wange meiner Cousine finden sich auf verschiedenen Fotos wieder. Das einzige, was das mediale Porträt von den Fotos aus früherer Zeit wirklich unterscheidet, ist das Alter der dargestellten Persönlichkeit. Seit dem Tode meiner Cousine sind mittlerweile 26 Jahre vergangen.
Coral Polge wird immer wieder gefragt, auf welche Weise sie die Geistwesen überhaupt wahrnimmt. Sie sagte mir dazu, dass sie während des Kontaktes mit den Geistwesen von diesen überschattet werde und sich selbst eine Zeitlang so fühle wie das betreffende Wesen, das gerade da sei. In vielen Fällen spüre sie auch 'hautnah', welche Krankheit die Verstorbenen am Ende ihres Lebens gehabt hätten, oder was die Todesursache gewesen sei. In ihrem Buch beschreibt sie dies u. a. mit folgenden Worten:
'Wenn ich mich mit einem geistigen Kommunikationspartner zusammenschließe, scheint in mir eine völlige Veränderung der Persönlichkeit vorzugehen, und nachdem ich diese Person geworden bin, versuche ich, 'meine' Eigenarten zu porträtieren. … Wenn das Bild exakt ist, habe ich das Gefühl, in einen Spiegel zu blicken, und das Porträt strahlt genau das zurück, was ich empfinde. Ich kann die Struktur des Gesichts über mein eigenes kommen fühlen und am Charakter und an der Persönlichkeit der Gezeichneten teilnehmen.'
Dieser Prozess der Transkommunikation scheint durch eine Angleichung und Überlagerung (Überdeckung) von Schwingungen zustande zukommen. Dies erinnert an das Phänomen der 'Besessenheit', das ja in kontrollierter Form auch bei den Trancemedien stattfindet, nur dass es dann ein freiwilliger Akt ist, in dem sich das Medium den Jenseitigen für einen guten Zweck zur Verfügung stellt, um eine Transkommunikation zu den Lebenden zu ermöglichen. Wie wir annehmen, müssen beide Seiten dabei ihr jeweiliges Schwingungsniveau einander angleichen. Nicht umsonst werden die auf der Erde Verkörperten von den jenseitigen Wesenheiten dann auch als 'Instrumente' bezeichnet.
Letztlich dürfen wir diese Vorgänge, die den medialen Kontakten zugrunde liegen, auch bei der technisch-gestützten TK nicht außer acht lassen. Darauf weisen relativ viele Berichte über TK-Experimente hin, u. a. auch von Theo Locher und Maggy Harsch-Fischbach 'Jenseitskontakte mit technischen Mitteln gibt es!' (1989). Meines Erachtens hat es sich bisher gezeigt, dass die Gegenwart einer medialen Persönlichkeit bei diesen Experimenten erforderlich war oder die Ergebnisse verbesserte. Ich möchte aber vor einem Ausschließlichkeitsdenken warnen, das zum Ziel hat, die mediale TK durch die technische TK zu ersetzten. Darum kann es wohl nicht gehen. Beide, die mediale TK und die technisch-gestützte TK, sollten gleichwertig sein und einander ergänzen. Die TK-Forschung sollte daher beide Richtungen verfolgen, indem sie die Fortschritte auf dem einen Weg jeweils an den Ergebnissen, die auf dem anderen Weg erzielt werden, gegenkontrolliert. Die mediale und die technische TK sind die beiden Säulen, die die TK tragen; insofern bilden sie eine Einheit.
Übrigens: Es gibt zahlreiche Berichte über Äußerungen von Außerirdischen (wie auch immer man zu diesem Thema steht), in denen vielfach hervorgehoben wird, dass unsere irdische Wissenschaft sich selbst durch die einseitige Hervorhebung der rationalen technischen Seite begrenze, unter einer schon sträflichen Vernachlässigung des spirituellen Anteils. Erst, wenn wir dies begriffen und in unserem wissenschaftlichen Alltag umgesetzt hätten, werde die Menschheit Zugang zu höheren Erkenntnissen erhalten…!  

ZSTK Vol. I, No.4, 1992, S.25-28

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Coral Polge – Psychic Art

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